Niedersachsen stockt Mikroförderung für Ehrenamtliche um 800.000 Euro auf
Das Land Niedersachsen setzt sein Förderprogramm für ehrenamtliche Projekte fort. Vereine und Initiativen können finanzielle Unterstützung von bis zu 2.500 Euro für lokale Vorhaben erhalten.
Ein paar Taler für die Macher vor Ort. Da sagt der Norddeutsche nicht nein.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das Land Niedersachsen setzt die sogenannte Mikroförderung für ehrenamtliche Projekte fort und stellt dafür weitere 800.000 Euro zur Verfügung. Vereine, Initiativen, Organisationen und Engagierte können finanzielle Unterstützungen zwischen 100 und 2.500 Euro für ihre Vorhaben beantragen. Damit wird das bereits zu Jahresbeginn bereitgestellte Budget von einer Million Euro aufgestockt. Gefördert werden dem Ministerium zufolge Projekte, die mit vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand große Wirkung vor Ort entfalten können. Dazu zählen zum Beispiel Sport- und Nachbarschafts-Feste, Bildungs- und Jugendangebote sowie soziale und kulturelle Projekte, wie die Tagesschau berichtet.
Hohe Nachfrage und positive Bilanz
Bisher gingen laut Ministerium mehr als 500 Anträge ein. Das Ministerium hat zudem überprüft, ob dieser Geldsegen sinnvoll ist. Als Ergebnis gaben 41,2 Prozent der befragten Projektträgerinnen und -träger an, dass ihr Vorhaben ohne die Förderung nicht umgesetzt worden wäre.
Beispiele geförderter Projekte
Mit der Förderung wurden bereits verschiedene Projekte realisiert. Dazu gehören der Ortsbürgerverein Hollriede e.V., der 2.500 Euro für ein Kinderfest erhielt, und der Musikverein Neuscharrel e.V., der 2.000 Euro für die Sanierung des Musikhauses bekam. Die Kitzrettung Südharz e.V. nutzte 2.500 Euro für den Kauf einer Wärmebilddrohne, während der Seniorenredaktion Wolfenbüttel 2.300 Euro für einen Videoschnittplatz zur Verfügung gestellt wurden. Weitere Mittel gingen an den 1.FC Wolfsburg e.V. mit 2.500 Euro für die Sanierung des Vereinshauses, an VerNie - Vermisst in Niedersachsen e.V. mit 2.500 Euro für ein Treffen Angehöriger von vermissten Personen sowie an den Förderverein der Astrid Lindgren-Grundschule Sehnde e.V., der 400 Euro für einen Gewaltpräventionskurs erhielt.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.