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Erntezeit im Cuxland: Hitze beschleunigt die Weizenreife

Mit der Rückkehr der hochsommerlichen Hitze beginnt für die Landwirte im Cuxland die Weizenernte. Trotz wechselhaften Wetters und gestiegener Kosten blicken die Betriebe optimistisch auf die Erträge.

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Ernte bei 30 Grad? Da schwitzt sogar der Mähdrescher. Hauptsache der Weizen ist trocken. — Rocky, Chefkolumnist
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Mit der Rückkehr der hochsommerlichen Hitze Ende Juli beginnt im Cuxland die Weizenernte. Für die lokalen Landwirte stehen arbeitsreiche Tage an, da das Getreide reif ist. Trotz wetterbedingter Herausforderungen und gestiegener Betriebskosten blicken die Betriebe auf die anstehenden Erträge.
Ende Juli kehrt die hochsommerliche Hitze in den Norden zurück und bringt Temperaturen von bis zu 30 Grad im Cuxland mit sich. Für Landwirte wie Henner Weyhe aus Holßel bedeutet dies den Beginn der nächsten Ernte-Etappe, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Mit einem Biss in eine Ähre erkennt der 53 Jahre alte Landwirt, wie gut der Weizen ausgebildet ist. „Je härter, desto trockener“, sagt er. Anfang der Woche war noch zu viel Restfeuchtigkeit in den Körnern enthalten, wobei 15 Prozent bei der Ernte optimal sind. Obwohl die Ähren gut ausgebildet sind, steckt noch zu viel Restfeuchtigkeit darin, weshalb die Hitze dem Weizen gut tut.
Ein sichtbares Zeichen für die Trocknung der Ähren sind die teilweise schon schwarzen Spitzen im Feld. Wäre es zu feucht gewesen, könnte es sich jedoch auch um einen Schimmelpilz handeln. „Das wäre für die Backqualität schlecht“, sagt er. Landwirt Henner Weyhe rechnet mit sechs Tonnen Weizen für diese Ernte. Die Temperaturschwankungen haben den Pflanzen auf den Feldern wenig ausgemacht. Der Regen vom vergangenen Wochenende brachte in Holßel 20 Liter pro Quadratmeter und gab dem Mais einen Schub, sodass einzelne Pflanzen bereits drei Meter hoch sind. „Für Mais und auch das Grünland werden die Erträge gut bis sehr gut sein“, prognostiziert der Landwirt, der sich auch im Vorstand des Kreislandvolkverbands Wesermünde engagiert. Die Erntesaison auf dem Hof Wehye begann bereits am 10. Juli mit der Wintergerste.

Qualitätsaussichten und Ertragseinbußen

Während die Wintergerste laut Landvolk Niedersachsen durchschnittliche Qualitäten erreicht, könnte der Weizen qualitativ überdurchschnittlich ausfallen. Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolk Niedersachsen Konrad Westphale erläutert: „Die Hitzewelle Ende Juni traf viele Bestände genau in der Kornfüllungsphase. Die Pflanzen gingen teilweise in eine Notreife, wodurch die Körner kleiner geblieben sind und weniger Stärke eingelagert haben. Das kann zu höheren Rohproteingehalten und damit zu guten Qualitätswerten führen, bedeutet aber auch deutliche Ertragseinbußen“.
Zusammen mit seinem 75-jährigen Vater Wilfried Weyhe und seinem 23-jährigen Sohn Laurids Weyhe wird Henner Weyhe die Ernte einfahren. Ein Nachbar stellt dafür einen Mähdrescher mit neun Meter Schnittbreite zur Verfügung. Die Weizenernte beginnt in diesem Jahr etwas früher als in den vergangenen Jahren.

Struktur des Hofes und wirtschaftliche Faktoren

Der Betrieb der Familie Weyhe baut neben Weizen auch Roggen, Mais, Hafer, Raps und Tritikale – eine Kreuzung aus Weizen und Roggen – an. Zudem hält der Hof 280 Rinder. Landwirt Henner Weyhe füttert seine Tiere mit dem Getreide und verkauft den Rest an den Landhandel. Das Wachstum des Maises wurde durch das Wetter begünstigt. Die Qualität analysiert der Landwirt an den Seidenfäden, den üppig sprießenden Büscheln an den Kolben. „Jeder Faden führt zu einem Korn“, sagt er. Dadurch weiß er, dass sich viele Körner in der Frucht befinden. Bis zur Ernte des drei Meter hohen Maises vergehen noch einige Wochen.
Der Wetterwechsel von Regen zu Hitze belastet die Landwirtschaft weniger als die gestiegenen Preise für Dünger und Energie, deren Ursachen im Iran-Krieg und der Sperrung der Straße von Hormus liegen, die den Schiffsverkehr behindert. „Mit Wetterextremen umzugehen, gehört seit jeher zur Landwirtschaft. Darauf stellen sich die Höfe jedes Jahr neu ein“, betont Vorsitzender des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im Landvolk Niedersachsen Konrad Westphale.

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