Digitaler Katastrophenschutz: Schleswig-Holstein investiert Millionen in einheitliche Software
Schleswig-Holstein vereinheitlicht die Software seiner Katastrophenschutzbehörden für sechs Millionen Euro. Bis 2030 soll eine gemeinsame Datenplattform entstehen.
Wie die Tagesschau berichtet, erhält das Unternehmen Eurocommand aus Eckernförde den Auftrag für die neue Software. Mit diesem System sollen die Einsatzstäbe des Landes, der Kreise und der kreisfreien Städte Lageinformationen nahezu in Echtzeit austauschen können. Dies ermöglicht es den Behörden, gemeinsame Lagebilder schneller zu erstellen und Personal sowie Material gezielter einzusetzen.
Enge Abstimmung bei Schadenslagen
Innenministerin Magdalena Finke (CDU) sagte dazu, gerade wenn mehrere Kreise und Städte oder sogar das ganze Land von einer Schadenslage betroffen seien, sei es entscheidend, dass alle Beteiligten schnell auf dieselben Informationen zugreifen und ihre Maßnahmen eng miteinander abstimmen könnten.
Gemeinsame Datenplattform bis 2030
Einige der 16 unteren Katastrophenschutzbehörden nutzen das Programm bereits. Die übrigen sollen nun auf dieselbe technische Grundlage umgestellt werden. Die Software ist Teil einer gemeinsamen Datenplattform für den Katastrophen-, Brand- und Zivilschutz, die bis 2030 fertiggestellt werden soll.