Historischer Wangerooge-Roman von Regine Kölpin erscheint Ende Juli
Die Autorin Regine Kölpin veröffentlicht am 31. Juli ihren neuen historischen Roman über den Aufstieg Wangerooges zum Seebad. Die Geschichte basiert auf der historischen Figur Bernhardine Westing.
Historischer Roman? Solange das Buch wetterfest ist, nehme ich es mit an den Strand.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Ein neuer historischer Roman beleuchtet die Entwicklung der ostfriesischen Insel Wangerooge zu einem mondänen Sommerdomizil im 19. Jahrhundert. Das Werk verknüpft die reale Geschichte einer historischen Persönlichkeit mit gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Zeit. Das Buch erscheint am 31. Juli im Piper Verlag, berichtet die Nordsee-Zeitung. Autorin Regine Kölpin, die in Sande lebt und in der Wesermarsch auch für ihre Hebammensaga bekannt ist, verbindet in ihrem neuen Roman „Das Seebad am Nordseestrand“ die Geschichte starker Frauen mit historischen Ereignissen. Im Mittelpunkt steht die historische Figur Bernhardine Westing und der Aufstieg Wangerooges.
Kultur und Widerstand auf Wangerooge
Die Handlung setzt im Jahr 1829 ein. Oldenburger Oberappellationsrat Anton Gerhard Westing wird zum Badekommissar der ostfriesischen Insel ernannt. Während er in der Aufgabe, das bestehende Seebad zur Blüte zu bringen, eher eine Last sieht, übernimmt seine 26 Jahre jüngere Frau Bernhardine gegen die herrschenden Regeln das Ruder. Sie sorgt dafür, dass die Wangerooger Gäste bei sich aufnehmen, und bringt Kultur auf die Insel, sodass es bald Konzerte und Lesungen gibt.
Unterstützt wird die Unternehmerin von der fiktiven Einheimischen Beeke Tammen. Diese erweist sich als wichtige Stütze, als sich Widerstand gegen die Veränderungen zusammenbraut. „Bernhardine Westing hat viel für die Insel getan, aber sie hatte Haare auf den Zähnen. Es war eine Zeit, in der Frauen sich vor allem um Haus und Familie kümmern sollten“, sagt Regine Kölpin.
Umfangreiche Recherchen für das historische Bild
Für die Recherche nutzte Regine Kölpin die gesamte Wangerooger Chronik, um sich ein Bild vom Grundriss des Seebades und der damaligen Kleidung zu machen. Zudem traf sie vor Ort die Hauptdarstellerin einer Theatergruppe, die zuvor die Rolle der Bernhardine Westing gespielt hatte. „Westing war interessiert an Kultur, Musik und guter Küche. Sie muss eine feine Ader gehabt haben“, stellt Regine Kölpin fest.
Der Roman zeigt auch, wie die höhere Gesellschaft aus Oldenburg die Insel für sich entdeckt. Da noch ein Hafen fehlte, mussten die Schiffe auf Reede liegen. Die Besucher wurden mit Kutschen an Land gebracht und dort von einem Orchester empfangen.
Zerstörung des Seebades durch eine Sturmflut
Im Jahr 1855 zerstörte eine Sturmflut das Seebad. Zu diesem Zeitpunkt lebte das Ehepaar Westing bereits wieder in Oldenburg. Der Großherzog der Stadt würdigte Bernhardine Westings Arbeit mit einem edlen Service, auf das sie sehr stolz gewesen sein soll.
„Wangerooge und seine Bewohner haben schwere Schicksalsschläge erlitten. Die Menschen sind aber immer wieder aufgestanden. Ich mag die Insel sehr und bin auch heute noch gerne dort“, sagt Regine Kölpin. Das Buch ist für 13 Euro als Taschenbuch im Buchhandel und online erhältlich.
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