Eine unangekündigte Rettungsübung von Feuerwehr und weiteren Organisationen hat am Dienstag auf der Weser für Aufsehen gesorgt. Mit Booten und Drohnen wurde die Rettung von Puppen aus dem Wasser geprobt.
Gut, dass es nur Puppen waren. Die meckern nicht über die Wassertemperatur.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Eine unangekündigte Großübung von Feuerwehr und Rettungsorganisationen hat am Dienstagvormittag auf der Weser für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Ziel der Aktion war die Überprüfung der Rettungskette unter realistischen Bedingungen bei dem Szenario einer Person im Wasser. Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte an der erfolgreichen Such- und Rettungsaktion beteiligt.
Die Einsatzkräfte waren vorab nicht über die Übung informiert worden, um möglichst realistische Bedingungen zu schaffen. In den sozialen Medien rätselten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger über das große Blaulichtaufgebot im Bereich der Molenturm-Baustelle, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Am Morgen sind die Einsatzkräfte alarmiert worden. Ziel der Übung war es, die Rettungskette zu überprüfen und festzustellen, wie schnell eine Person in Sicherheit gebracht werden kann“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr.
Positive Bilanz nach erfolgreichem Einsatz
Feuerwehr-Übungsleiter Philipp Reumann zog unmittelbar nach Abschluss der Übung eine erste positive Bilanz: „Auch in diesem Jahr konnte das Hauptziel, die Menschenrettung, erwartungsgemäß schnell erreicht werden. Übungen bringen zwar immer eine gewisse Künstlichkeit mit sich, dennoch hat sich erneut gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit und die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen auch für einen realen Einsatz funktionieren“ Und weiter: „Die Übungsbestandteile werden wir nun in Ruhe auswerten und das Einsatzkonzept bei Bedarf weiter anpassen.“
Ablauf der Rettungsübung
Gegen 11.30 Uhr ließen Übungshelfer im Bereich der Nordschleuse die erste Übungspuppe in die Weser treiben und setzten einen Notruf ab. Dieser ging bei der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe ein, die anschließend die Wasserrettung alarmierte. Erstmals wurde dabei ein Lotsenboot mit zwei Einsatzkräften der Feuerwehr verstärkt.
An der Übung beteiligten sich die Feuerwehr mit einem Boot, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und das Technische Hilfswerk (THW) mit jeweils zwei Booten. Unterstützt wurde die Suche von der Drohneneinheit der Freiwilligen Feuerwehr Wulsdorf sowie Booten der Wasserschutzpolizei und des Zolls.
Wenige Minuten nach Beginn des Einsatzes entdeckte die Besatzung des Lotsenbootes die erste Übungspuppe und brachte sie in Sicherheit. Anschließend wurde sie am Anleger an den Rettungsdienst übergeben. Im weiteren Verlauf der Übung mussten die Einsatzkräfte noch eine zweite Übungspuppe aus der Weser bergen.
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