Umfangreiches Sicherheitskonzept für das Nordenhamer Stadtfest
Für das anstehende Stadtfest in Nordenham haben die Verantwortlichen ein detailliertes Sicherheitskonzept erarbeitet. Mit Straßensperren, Sicherheitsdiensten und einem Glasverbot soll die Sicherheit der Besucher gewährleistet werden.
Für das anstehende Stadtfest in Nordenham vom 20. bis zum 23. August haben die Stadt und Nordenham Marketing & Touristik ein umfassendes Sicherheitskonzept vorgelegt. Das von einem Experten ausgearbeitete, 199-seitige Dokument bereitet die Veranstalter auf verschiedenste Szenarien von Unwettern bis zu Anschlägen vor. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, investiert die Stadt rund 20.000 Euro in Absperrungen, Sicherheitskräfte und weitere Schutzmaßnahmen. Nach einem Anschlag in Berlin tauschte City-Managerin Ilona Tetzlaff bereits in der Nacht zu Sonntag erste Nachrichten mit dem Sicherheits-Profi Tobias Pilny aus. Der gebürtige Nordenhamer, der mittlerweile in der Nähe von Hamburg lebt, ist der Autor des Sicherheitskonzepts für die viertägige Veranstaltung in der Innenstadt. Das Konzept umfasst aktuell 199 Seiten und soll dafür sorgen, dass die Nordenhamer ohne Sorgen feiern können. Zwar muss die Stadt als Veranstalterin kein Sicherheitskonzept für eine solche Großveranstaltung vorweisen, sie tut es jedoch freiwillig. „Und das Kann ist für ein Muss“, sagt Leiterin des zuständigen Ordnungsamtes Sonja Brödje, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Erprobte Zusammenarbeit und Risikoanalyse
Nordenham Marketing & Touristik (NMT) hat mit Tobias Pilny bereits bei den Veranstaltungen „Garten & Ambiente“, „Sommer an der Gate“ sowie bei den Stadtfesten der vergangenen beiden Jahre zusammengearbeitet. Zudem verfasst der Experte, der eine feuerwehrtechnische Ausbildung und diverse Weiterbildungen absolviert hat, die Sicherheitskonzepte für das Fonsstock-Festival am Weserstrand. Sein Anspruch ist es, dass ein Veranstalter auf jede Eventualität vorbereitet ist und sich innerhalb von maximal zehn Minuten einen Überblick über die Lage verschaffen kann, um umgehend zu reagieren.
Für das Stadtfest analysiert Pilny Risiken für verschiedenste Szenarien nach einem Ampelsystem und schlägt entsprechende Maßnahmen vor. Das Konzept beantwortet Fragen zum Verhalten bei einem Blitzeinschlag auf dem Marktplatz, zur Sicherstellung der Kommunikation bei einem kompletten Stromausfall oder zu Evakuierungs- und Erstversorgungsräumen im Umfeld. Auch für den Fall, dass eine Drohne über der Innenstadt auftaucht, sind konkrete Schritte definiert.
Sperren und Durchfahrten für Rettungskräfte
Nach dem Anschlag in Berlin passten Ilona Tetzlaff und Tobias Pilny das Konzept in einem weiteren Treffen an. Bereits zuvor abgesprochen waren bauliche Maßnahmen gegen das unbefugte Einfahren von Fahrzeugen in die Menschenmenge. Am südlichen Eingang zur Fußgängerzone wird die städtische, herunterklappbare Terrorsperre „Armis one“ installiert. Andere Zufahrtsstraßen werden mit Betonmauern versperrt oder so verkehrsberuhigt, dass Fahrzeuge kein Tempo aufnehmen können. Dabei muss stets gewährleistet bleiben, dass Feuerwehr und Rettungsdienst im Notfall passieren können.
Sicherheitsdienst und Glasverbot
Neben der Polizei wird eine Security-Firma aus Bremen vor Ort sein. Zur genauen Anzahl der Einsatzkräfte macht Ilona Tetzlaff keine Angaben. „Aber es werden viele sein“, sagt sie. Die Sicherheitskräfte sind berechtigt, Taschenkontrollen durchzuführen und Platzverweise zu erteilen. Zudem gilt auf dem gesamten Veranstaltungsgelände – dem Marktplatz, der Fußgängerzone und dem Jahnparkplatz – ein Glasverbot.
Die Gesamtkosten für die Sicherheit belaufen sich laut Sonja Brödje auf rund 20.000 Euro. Darin enthalten sind das Honorar für Tobias Pilny, die Kosten für den Auf- und Abbau der Sperren durch den Bauhof sowie die Ausgaben für die Security-Firma.
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