SPD-Spitzenkandidat Ulf Kämpfer sucht das Gespräch in Glückstadt
Im Rahmen seiner Sommertour hat der Kieler Ex-Oberbürgermeister Ulf Kämpfer Glückstadt besucht. Beim Format „Walk & Talk“ tauschte er sich mit Bürgern über lokale Probleme und die Zukunft der SPD aus.
Bisschen Gehen, bisschen Schnacken. Hauptsache, die Füße werden dabei nicht nass.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
SPD-Spitzenkandidat Ulf Kämpfer hat im Rahmen seiner Sommertour die Stadt Glückstadt besucht, um mit den Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen. Bei einem gemeinsamen Rundgang um den Binnenhafen äußerten die Teilnehmer Sorgen über die Bahnanbindung und die Zukunft der SPD. Konkrete Lösungen oder politische Perspektiven präsentierte Kämpfer bei diesem Treffen noch nicht. Kämpfer, der jahrelang Oberbürgermeister in Kiel war und im kommenden Jahr Ministerpräsident von Schleswig-Holstein werden möchte, zeigte sich bei seinem Besuch in Glückstadt entspannt. Nach eigenen Angaben ging es ihm an diesem Abend nicht um direkten Wahlkampf, sondern vor allem darum, den Menschen zuzuhören und Fragen zu stellen. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Walk & Talk“ hatte die SPD eingeladen.
Bürger äußern Unmut über Bahnanbindung
Insgesamt 25 bis 30 Personen beteiligten sich an dem Spaziergang um den Binnenhafen, wie die shz berichtet. Die Teilnehmer trugen kleine Aufkleber auf den Schultern, die Fragen für Gespräche in Zweiergruppen vorgaben. Ein älterer Mann nutzte die Gelegenheit, um mit Kämpfer über die schlechte Bahnanbindung Glückstads zu sprechen. Da er wie viele andere zur Arbeit nach Hamburg pendelt, beklagte er regelmäßige Zugausfälle, Verspätungen und gestrichene Halte. Kämpfer hörte aufmerksam zu, bot jedoch vorerst keine Lösung für das Problem an.
Fragen zur Krise der SPD
Nach einem Wechsel der Gesprächspartner unterhielt sich Kämpfer mit einem Segler, der für einige Tage im Hafen angelegt hatte. Dieser wollte wissen, wie es sein könne, dass die SPD so tief gefallen sei und wie die Partei da wieder rauskommen wolle. Kämpfer entgegnete darauf, dass die Partei vor allem Vertrauen zurückgewinnen müsse. In den Gesprächen der Spaziergänger wurde eine allgemeine Verunsicherung deutlich; viele äußerten das Gefühl, dass sich die Lebensumstände verschlechtern, während politische Perspektiven fehlen.
Austausch mit lokalen Bürgern
Kämpfer nutzte die Runde auch, um sich beim Ehepaar Schröpfer nach der wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Lage in Glückstadt zu erkundigen. Am folgenden Tag steht für den Spitzenkandidaten noch ein Besuch in Itzehoe an, bevor er seinen Urlaub antritt. Die anwesenden Parteimitglieder setzen große Hoffnungen in ihn. Eine Teilnehmerin trug einen Poncho mit der Aufschrift „Ulf Kämpfer, im Norden der Beste“. Ob das so ist, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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