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Räuchermeisterschaft und Wattentaufe locken Besucher an den Wremer Kutterhafen

Am Wochenende feierten Einheimische und Gäste am Kutterhafen in Wremen. Neben dem traditionellen Aalräuchern stand auch eine humorvolle Wattentaufe auf dem Programm.

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Heißer Rauch und nasser Kopf – so mag der Norddeutsche sein Wochenende. — Rocky, Chefkolumnist
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Am Wremer Kutterhafen hat am Wochenende ein vielseitiges Fest stattgefunden, das traditionelles Küstenleben mit Genuss und Brauchtum verband. Neben der Wremer Räuchermeisterschaft am Samstag zog auch die traditionelle Wattentaufe am Sonntag zahlreiche Besucher an. Trotz wechselhaften Wetters feierten die Gäste ausgiebig am Deich und im Festzelt.
Das Festwochenende am Kutterhafen bot den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Nach dem Seniorennachmittag und der Comedy-Nacht am Freitag stand der Samstag ganz im Zeichen des Räucherhandwerks, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Bei gutem Marktwetter versammelten sich zahlreiche Gäste ab 12 Uhr an den qualmenden Öfen, die von modernen Nirosta-Ausführungen mit Präzisionsthermometer bis hin zu nostalgischen Tonnenöfen reichten.

Geheimnisvoller Wettkampf an den Räucheröfen

Die teilnehmenden Räuchermeister gaben den Besuchern zwar Tipps zum Ofenbau, hielten ihre genauen Rezepte jedoch streng geheim. Um die Chancengleichheit zu wahren, stellte der Veranstalter allen Teilnehmern die gleiche Aal-Rohware zur Verfügung. Bereits am Freitag bereiteten die Meister die Fische mit Salz und geheimen Gewürzmischungen vor. Details zu Räuchertemperaturen, Garzeiten und Holzmischungen blieben jedoch ein wohlgehütetes Geheimnis, was den besonderen Reiz des jahrzehntealten Wettbewerbs ausmacht. Auch Werner Kindervater aus Neuenwalde war zusammen mit seinem Enkel Finn am Start, um die nächste Generation an das Handwerk heranzuführen.

Blindverkostung kürt den besten Aal

Insgesamt neun Teams heizten ihre Öfen an und präsentierten ihre fertig geräucherten Aale einer unbestechlichen Jury. Diese stand vor der anspruchsvollen Aufgabe, in einer Doppelblindverkostung den schmackhaftesten Aal zu ermitteln. Am Ende siegte Dirk Tessmann vor Reiner Lühmann auf dem zweiten und Frank Koppenhagen auf dem dritten Platz.

Wattentaufe wetterbedingt im Festzelt

Am Sonntag wechselte das Programm zu maritimem Brauchtum. Ab dem Mittag sorgte der Shantychor Dorum „Jungs vom Nordseedeich“ für Stimmung im Festzelt. Als das Lied „In der letzten Kneipe vor New York, da vergisst man alle Sorgen“ erklang, sangen viele Gäste mit. Währenddessen liefen bereits die Vorbereitungen für die Wattentaufe, die traditionell zu den Höhepunkten des Wochenendes gehört. Schnell waren die Täuflinge eingefangen und von den Meeresbewohnern zum Taufbecken gebracht worden. Aus drei „kümmerlichen Erdenwürmern“ sollten standesgemäß echte Meeresbewohner werden.Göttin Rán alias Diana Lukasch-Vollmannshauser rief die Wurster Bürger Doris Söhl sowie Elke Bertin und Reiner Bertin zur Taufe auf. Da die Taufe wegen des Wetters nicht wie üblich mit Weserwasser und Schlick durchgeführt werden konnte, begoss die Meeresgöttin die Täuflinge stattdessen mit einer Tasse Wasser und überreichte ihnen einen Taufschein. Im Reich der Meeresbewohner tragen die Getauften nun die Namen Seepferdchen (Doris Söhl), Seenelke (Elke Bertin) und Katzenhai (Reiner Bertin).

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