Illegale Müllentsorgung blockiert Wertstoffinseln in Uetersen
In Uetersen blockieren illegale Müllablagerungen zunehmend die Wertstoffinseln und sorgen für Frust bei den Anwohnern. Die wilde Entsorgung von Sperrmüll und Hausmüll schränkt die Nutzung ein und verursacht Geruchsbelästigung.
Müll gehört in'n Eimer, nich daneben. Is doch keen Hexenwerk.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
In Uetersen sorgen anhaltende illegale Müllablagerungen an den Wertstoffinseln für erheblichen Ärger unter den Anwohnern. Der wild entsorgte Sperr- und Hausmüll blockiert den Zugang zu den Containern und führt zu Geruchsbelästigungen. Die zuständigen Entsorgungsdienste versuchen, den Verursachern auf die Spur zu kommen. Eigentlich sollen die Wertstoffinseln den Bürgern eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, Papier, Pappe und Glas ordnungsgemäß zu entsorgen. Doch vielerorts verhindert ein altbekanntes Problem genau das: Immer wieder werden die Sammelplätze durch illegal abgelagerten Müll blockiert. Wer Altglas oder Altpapier entsorgen möchte, gelangt häufig gar nicht erst in die Nähe der Container. Verantwortlich dafür sind Umweltsünder, die dort ihren Sperr- und Hausmüll achtlos oder offenbar vorsätzlich abladen und die Zugänge versperren. Waschmaschinen, Kühlschränke, Farbeimer, Haushaltsgeräte, Plastiktüten voller Abfälle und andere Hinterlassenschaften verhindern das Rankommen. Die Folge ist, dass die Wertstoffinseln nicht wie vorgesehen genutzt werden können und zudem aufwendig gesäubert werden müssen.
Zuständigkeiten und die Suche nach den Verursachern
Um die Beseitigung der illegalen Müllablagerungen muss sich am Ende der Kreis beziehungsweise die kreiseigene Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung (GAB) kümmern. Deren Mitarbeiter kümmern sich zwar um die Entsorgung, können jedoch nicht gleichzeitig an allen betroffenen Standorten im Einsatz sein. Da es in aller Regelmäßigkeit zur Vermüllung der Plätze kommt, bleiben die Abfälle mitunter über längere Zeit liegen, wie die shz berichtet. Doch nicht immer bleiben die Übeltäter anonym. Die Entsorger gehen auf Spurensuche. Sie schauen bei der Entsorgung der Abfälle akribisch nach Auffälligkeiten, zum Beispiel nach Adressen. Werden solche gefunden, wird diesen ordnungsrechtlich nachgegangen.
Sorgen vor Ungeziefer und Geruchsbelästigung
Genau eine solche Situation schildert nun eine Bürgerin gegenüber der Redaktion von der Wertstoffinsel in der Hochfeldstraße in Uetersen. Sie berichtet: „Ich wollte mein Leergut in den Container werfen, aber ich kam nicht dazu. Jemand hat dort seinen Hausmüll entsorgt. Es war kein Rankommen. Waschmaschine, Teppichreste, Müllsäcke voller Kleidung, Tüten voll mit Unrat lagen dort.“ Es habe fürchterlich gerochen. „Diesmal hatte ich Angst, dass mir eine Ratte entgegenkommt. Jede Woche wird Müll entsorgt. Seien es Autoreifen, Kühlschränke oder Schränke. Vor Kurzem standen dort drei verschlossene blaue Tonnen, gefüllt mit Holz.“ Ihre Schilderungen machen deutlich, dass sich das Problem aus Sicht der Anwohner immer weiter zuspitzt. Neben den erheblichen Einschränkungen bei der Nutzung der Wertstoffinsel sorgen die illegalen Müllablagerungen auch für Geruchsbelästigungen und wecken die Sorge vor Ungeziefer. Die Hoffnung der Bürgerin ist es, dass mehr öffentliche Aufmerksamkeit dazu beiträgt, die Verursacher abzuschrecken und das immer wiederkehrende Ärgernis einzudämmen.
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