Bundespolizei birgt abgebrochenes Windrad-Rotorblatt aus der Nordsee
Ein 20 Meter langes Rotorblatt hat in der Nordsee den Schiffsverkehr gefährdet. Die Bundespolizei konnte den knapp unter der Wasseroberfläche treibenden Flügel bergen und zerlegen.
Moin. Windkraft auf Tauchstation bringt der Schifffahrt reichlich wenig.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Bundespolizei hat in der Nordsee ein abgebrochenes, 20 Meter langes Rotorblatt eines Windrads geborgen. Der im Wasser treibende Flügel stellte eine erhebliche Gefahr für den Schiffsverkehr dar. Nach einem erfolglosen Bergungsversuch des Windparkbetreibers konnte die Polizei das Hindernis sichern und an Land bringen. Das 20 Meter lange Rotorblatt trieb am Freitag knapp unter der Wasseroberfläche nordwestlich von Borkum zwischen den Windparks „EnBW Hohe See“ und „EnBW He Dreiht“, wie die Tagesschau berichtet. Da das Teil mit bloßem Auge kaum zu erkennen war und zudem nicht auf dem Radar der Schiffe auftauchte, gefährdete es den Schiffsverkehr in diesem Bereich. Zuvor hatte der Betreiber des Windparks erfolglos versucht, den Flügel mit eigenen Arbeitsschiffen zu bergen, und daraufhin die Bundespolizei informiert.
Einsatzschiff „Bad Düben“ rückt aus
Die Bundespolizei rückte nach der Alarmierung mit ihrem Einsatzschiff „Bad Düben“ aus. Ein Kontrollboot der Polizei schleppte das Rotorblatt zunächst zum Einsatzschiff. Anschließend wurde der Flügel über die Heckwanne auf das Hauptdeck gezogen. Um den Transport zu ermöglichen, musste das Rotorblatt dabei in mehrere Teile zersägt werden.
Ursache und Schadenshöhe noch unklar
Am Sonntag wurden die Einzelteile schließlich mit einem Kran in Cuxhaven an Land gebracht. Warum der Flügel abgebrochen war, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Auch zur Höhe des entstandenen Schadens liegen bisher keine Angaben vor.
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