Ukrainische Kinder verbringen Erholungsurlaub in Eckernförde
Eine Gruppe von 31 ukrainischen Kindern und Jugendlichen verbringt eine zweiwöchige Auszeit an der Ostsee. Organisiert wird die Erholungsreise von privaten Helfern und Spendern unter der Leitung des ehemaligen Landrats Bogislav-Tessen von Gerlach.
Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Jahr 2022 ist die Belastung für die dortige Bevölkerung groß. „Das in diesen Jahren dort über die Menschen gebrachte Leid ist unermesslich – ganz besonders für die Kinder, die ihre Väter und die Frauen, die ihre Männer verloren haben“, sagt Organisator Bogislav-Tessen von Gerlach. Der ehemalige Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg bietet daher mit Unterstützung von Spenden und Helfern seit Jahren Kindern aus der Ukraine eine Auszeit an der Ostsee an, wie die shz berichtet.
Die Gäste stammen aus besonders vom Krieg betroffenen Orten wie Kiew, Dnipro, Sumy, Lwiw und Donezk. Bis zum 8. August können die Kinder, Mütter und Betreuer „am Ostseestrand zur Ruhe kommen und in der Gemeinschaft mit Sport, Spiel und kreativen Musik- und Tanzstunden kindgerechte Unbeschwertheit erfahren“, erklärt von Gerlach.
Vielfältiges Programm für die Gäste
Für die zwei Wochen in Eckernförde ist ein umfangreiches Programm geplant. Dazu gehören ein Stand-up-Paddle-Kurs am Borbyer Ufer am 27. Juli, ein Besuch auf der Reitanlage in Gut Ludwigsburg am 28. Juli sowie eine Führung durch das Ostsee-Info-Center mit Bürgermeisterin Iris Ploog am 31. Juli. Zudem stehen Besuche in der Bonbonkocherei, im Gettorfer Tierpark, im Hochseilgarten Altenhof und bei den Piratentagen an.
Finanzierung durch Spenden
Es handelt sich bereits um die fünfte Sommerfreizeit und zusammen mit zwei Winteraktionen um die siebte Initiative dieser Art. „Sie alle sind ausschließlich von einem kleinen Team privat organisiert und mittels zahlreicher großzügiger Spenden finanziert sowie mit Sachspenden, beispielsweise Kuscheltieren oder Eintrittsgutscheinen, ausgestattet“, erklärt Bogislav-Tessen von Gerlach. „Allein diese enorme Unterstützung und Hilfsbereitschaft von so vielen Förderern aus den verschiedensten Bereichen sowie über 400 privaten Einzelspendern ermöglicht erst die wiederholte Durchführung dieser bedeutsamen humanitären Hilfsaktion.“ Er freue sich über das Engagement der regionalen Zivilgesellschaft.
Für Interessierte gibt es Möglichkeiten zum direkten Kontakt mit den ukrainischen Gästen. Am Montag, 3. August, um 16 Uhr findet ein ökumenisches Friedensgebet in der St.-Nikolai-Kirche statt. Zudem ist am Donnerstag, 6. August, um 15 Uhr ein Begegnungsnachmittag mit einem musikalischen Auftritt in der Kurmuschel im Kurpark geplant.