Lühe-Schulau-Fähre sichert Sommersaison und plant Winterfahrten
Die Lühe-Schulau-Fähre hat einen neuen Schiffsführer gefunden und sichert damit den Betrieb für den Sommer. Zudem soll es im Winter keine komplette Pause geben, allerdings steigen die Fahrpreise.
Fähre fährt auch im Winter. Hauptsache, die Heizung an Bord lüppt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Fährbetrieb der Lühe-Schulau-Fähre zwischen Wedel und dem Alten Land ist für die Sommersaison gesichert. Nach personellen Engpässen konnte eine neue Vollzeitkraft für die Schiffsführung gewonnen werden. Zudem soll die Fähre in diesem Winter an zwei Tagen pro Woche verkehren, allerdings müssen sich Fahrgäste auf steigende Preise einstellen. Nachdem Geschäftsführerin Ute Bülau vor einigen Wochen einen Schreckmoment erleben musste, weil einer ihrer Vollzeit-Schiffsführer zu Ende Juli kündigte, stehen die Zeichen nun auf Entwarnung, wie die shz berichtet. „Es war schwer, jemand Neues zu finden“, sagt sie, aber jetzt werde höchstwahrscheinlich zum 1. August eine neue Vollzeitkraft bei ihnen als Schiffsführer anfangen. Auch wenn der Kollege noch eingearbeitet werden müsse – der Fährbetrieb zwischen Wedel und dem Alten Land sei damit für die Sommersaison gesichert, so Bülau. Neben dem regulären Fährbetrieb bringt Carsten Cornelius Touristen sicher von Wedel ins Alte Land.
Fährbetrieb auch im Winter
Zudem gibt es eine weitere Neuigkeit für die Verbindung: „In diesem Winter werden wir keine Winterpause einlegen, sondern an zwei Tagen unter der Woche fahren.“ Das sei in Absprache mit den Gesellschaftern der Lühe-Schulau-Fähre – der Stadt Wedel, dem Landkreis und der Hansestadt Stade sowie den Samtgemeinden Lühe und der Gemeinde York – entschieden worden. Im vergangenen Jahr hatte es über die Wintermonate keinen Fährbetrieb gegeben, was vor allem bei den Pendlern, die die Fähre für Fahrten zu ihrer Arbeitsstelle nutzen, auf Kritik stieß. An welchen Tagen genau die Fähre „Dat ole Land II“ unterwegs sein wird, steht noch nicht fest.
Höhere Fahrpreise und Werftaufenthalt
Eine schlechte Nachricht hat Bülau allerdings doch. Die Fahrpreise würden zum Winter steigen, kündigt sie an. Auch die bisher gängigen Zehnerkarten würden nicht mehr gelten. Bereits im April hatte die Fährgesellschaft einen Treibstoffzuschlag erhoben, der die Fahrten teurer gemacht hat. Für Einzelfahrten liegt er bei 50 Cent und für Hin- und Rückfahrten bei einem Euro. Wann dieser Zuschlag wieder entfallen könne, sei noch nicht absehbar, sagt die Geschäftsführerin.Im Winter würde außerdem erneut ein Werftaufenthalt anstehen, diesmal geht es um den Ponton am Nachtliegeplatz im Alten Land. Er müsse zur technischen Prüfung, und im Idealfall sei zu diesem Zeitpunkt auch die Fähre selbst in der Werft – „denn wo soll sie sonst über Nacht bleiben?“, fragt Bülau und verdeutlicht so die permanenten Herausforderungen, vor denen der Fährbetrieb steht.Um zumindest personell auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein, suche sie weitere Aushilfen als Schiffsführer, egal ob Voll- oder Teilzeit, sagt sie. Derzeit besteht das Team aus zwei Vollzeitkräften und drei Aushilfen, davon sind zwei Rentner. „Die beiden sind Gott sei Dank durch die Gesundheitsprüfung gekommen.“
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