Frachtschiff mit Flettner-Rotoren liegt im Rendsburg Port
Das Spezialschiff „E-Ship 1“ des Windkraftunternehmens Enercon hat im Rendsburg Port festgemacht. Der Frachter nutzt vier auffällige Flettner-Rotoren als Windantrieb.
Wind haben wir hier ja genug. Spart Sprit und schont den Geldbeutel.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das Frachtschiff „E-Ship 1“ liegt derzeit als besonderer Gast im Rendsburg Port auf der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals unweit der Eisenbahnhochbrücke. Der für das Windkraftunternehmen Enercon gebaute Frachter fällt besonders durch seine vier großen, pfeilerartigen Säulen auf, die als Flettner-Rotoren wie Segel wirken. Das Spezialschiff dient dem Transport von Windkraftanlagen und nutzt die rotierenden Zylinder als Windantrieb. Die „E-Ship 1“ wurde im Jahr 2006 bei der Lindenau-Werft in Kiel in Auftrag gegeben, wie die shz berichtet. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte vier Jahre nach dem Auftrag in der Cassens-Werft in Emden, nachdem zuvor einige Werft-Wechsel stattgefunden hatten. Die Jungfernfahrt führte das Mehrzweckschiff, das für den Transport von Enercon-Windkraftanlagen ausgelegt ist, nach Irland.
Baugeschichte und technische Daten
Das Frachtschiff hat eine Länge von 130 Metern, eine Breite von 22,5 Metern und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 32 Stundenkilometern. An Bord der „E-Ship 1“ ist Platz für 15 Besatzungsmitglieder. Zur Ausstattung gehören zudem drei Decks mit einer Grundfläche von 3.600 Quadratmetern unter Deck sowie zwei Kräne, die eine Gesamttragfähigkeit von 180 Tonnen aufweisen.
Nutzung und Partnerschaften
Im regulären Betrieb transportiert das Schiff Bauteile für Enercon-Windkraftanlagen. Gelegentlich wird jedoch auch andere Ladung befördert. Um die Transportkapazitäten besser auszulasten, hat das in Aurich ansässige Unternehmen eine Partnerschaft mit einer Reederei abgeschlossen.
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