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Bergung des Schrottkutters „Simone“ verzögert und verteuert sich

Der marode Kutter „Simone“ zieht erneut Wasser und beschädigt seinen Liegeplatz. Die Stadt Schleswig sucht nach neuen Bergungswegen, während die Kosten steigen.

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Dat Ding säuft ab und das Geld gleich mit. Schietbude, sag ich nur. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Zustand des maroden Schrottkutters „Simone“ in Schleswig hat sich dramatisch verschlechtert, wodurch auch der Steg an seinem Liegeplatz beschädigt wurde. Da erneut an mehreren Stellen Wasser in das Schiff eindringt, prüft die Stadt nun neue Bergungsoptionen. Es wird erwartet, dass die Kosten für das Vorhaben den bisherigen Rahmen überschreiten werden.
Eigentlich sollte die Odyssee des Schrottkutters bereits vor den Sommerferien enden. Ein Schlepper lag bereit, um das marode Schiff vom Wikingturm abzuholen, doch wegen zahlreicher Schäden und extremer Schräglage durch eindringendes Wasser musste die Bergung abgebrochen werden. Zwar dichteten Taucher des Technischen Hilfswerks (THW) daraufhin Lecks ab, doch nun hat sich die Lage erneut zugespitzt. Wie die shz berichtet, dringt mittlerweile an zahlreichen Stellen gleichzeitig Wasser in das Wrack. Stadtsprecherin Manuela Brodersen sagt zur aktuellen Lage: „Die bisherigen Reparaturen dienten dazu, größere Schadstellen abzudichten und das Eindringen von Wasser zu begrenzen. Der Zustand des Schiffes hat sich jedoch weiter verschlechtert, sodass mittlerweile an zahlreichen Stellen gleichzeitig Wasser dringt. Eine vollständige Instandsetzung ist unter den gegebenen Bedingungen vor Ort nicht möglich.“

Pumpen wurden abgestellt

Inzwischen wurden die Pumpen, die das Wasser aus dem Inneren des Kutters befördern sollten, abgestellt. Nach Angaben der Stadt dringt mehr Wasser ein, als eine kleinere Pumpe dauerhaft abgeführt werden könnte. „Zudem würde bereits eine kurze Unterbrechung des Pumpbetriebs dazu führen, dass das Schiff erneut vollläuft. Ein dauerhafter Pumpbetrieb wäre daher derzeit nicht zielführend“, erklärt Brodersen. Trotz der neuen Schäden am Steg geht von der „Simone“ laut Stadt derzeit keine zusätzliche Gefahr aus. Dies liegt vor allem daran, dass der Mast des Schiffs bereits vorsorglich gekappt wurde, um eine Kollision mit dem Wikingturm zu verhindern. „Unabhängig davon handelt es sich bei der Situation immer um eine Momentaufnahme. Der Zustand des Schiffes wird deshalb täglich kontrolliert, um bei Veränderungen umgehend reagieren zu können“, so die Stadtsprecherin.

Suche nach neuen Lösungen und steigende Kosten

Die Verwaltung sucht nun nach neuen Lösungsansätzen für die Bergung, die zeitnah umgesetzt werden sollen. Sobald diese feststehen, soll die Öffentlichkeit informiert werden. „Einen belastbaren Zeitplan können wir derzeit noch nicht nennen. Alle beteiligten Akteure setzen jedoch weiterhin alles daran, die „Simone“ so schnell wie möglich zu entfernen“, so Brodersen. Ursprünglich war geplant, dass Taucher Planen unter dem Kutter anbringen, um ihn für den Transport über die Schlei nach Arnis zur Verschrottung zu sichern. Ob dieser Plan noch in Teilen umsetzbar ist, bleibt unklar. Schon jetzt deutet sich allerdings an, dass der lange genannte Kostenrahmen für die Bergung vermutlich nicht gehalten werden kann. Eine genaue Summe lässt sich laut Stadt derzeit zwar nicht beziffern. Aufgrund der zahlreichen Probleme, die in den vergangenen Wochen entstanden sind, geht die Verwaltung jedoch davon aus, dass die Summe in Höhe von 100.000 Euro voraussichtlich überschritten wird.

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