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Waldbrände wüten in Frankreich und Spanien: Tausende Menschen vor den Flammen geflohen

In Frankreich und Spanien zerstören schwere Waldbrände riesige Flächen. Ein Urlauber aus Niedersachsen berichtet von der bedrohlichen Lage an der französischen Atlantikküste.

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In Spanien und Frankreich wüten derzeit schwere Waldbrände, die bereits Tausende Hektar Land zerstört haben. Während in Spanien bereits Todesopfer zu beklagen sind, herrscht auch in Teilen Frankreichs der Ausnahmezustand. Ein Urlauber aus Niedersachsen berichtet von der angespannten Lage an der französischen Atlantikküste nahe Bordeaux.

Die Situation im Südwesten Frankreichs ist kritisch. Vor allem im Großraum Bordeaux mussten Premierminister Sébastien Lecornu zufolge Stand Samstagmorgen etwa 140.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Nur rund 80 Kilometer von Bordeaux entfernt, in Biscarosse an der Atlantikküste, verbringt Jaak Beil aus der Region Hannover derzeit einen Familienurlaub auf einem Campingplatz. Aus der geplanten Entspannung ist angesichts der zahlreichen schweren Waldbrände im gesamten Südwesten Frankreichs Sorge gewichen.

Zwar ist der eigene Campingplatz noch nicht direkt betroffen, wie die Tagesschau berichtet. In der Umgebung wurden jedoch bereits einige Anlagen evakuiert, und die ganze Nacht über waren Sirenen zu hören. Am Morgen habe er die Evakuierten am Pool und am Strand gesehen. Noch sei der eigene Campingplatz also sicher, aber "alle gucken immer aufgeregt auf die Handys und zum Himmel", um zu sehen, in welche Richtung der Wind das Feuer treiben könnte, erzählt Beil dem NDR Niedersachsen. Vorsichtshalber habe die Familie bereits die Taschen gepackt, um sofort losfahren zu können. "Nur das Problem ist natürlich, wenn alle auf einmal losfahren, hat man auch nicht so besonders viel davon, weil dann die Straßen verstopft sind." Es werde jedoch laufend informiert, und der Campingplatz arbeite eng mit den Behörden zusammen. Dennoch seien er und seine Familie besorgt; vom Himmel regne es Asche, die Luft rieche nach Feuer und sei sehr stickig. Insgesamt sei die Lage vor Ort aber noch nicht ganz so heikel wie in und um Bordeaux.

Ausnahmezustand in Frankreich

Dort ist die Lage tatsächlich kritisch, da in der Region nach offiziellen Angaben bereits 22.000 Hektar verwüstet wurden. Premierminister Sébastien Lecornu spricht von einem sich selbst nährenden Feuer, das man in dieser Intensität bislang noch nicht kannte. Innenminister Laurent Nuñez beschrieb die Lage vor allem im Südwesten des Landes mit eindrücklichen Worten und erklärte, dass Frankreich noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt habe. Seit Jahresbeginn seien bereits 50.000 Hektar Fläche von Bränden betroffen gewesen, was dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum ist.

Kritische Lage auch in Spanien

Auch aus Spanien werden zahlreiche große Brände gemeldet. Dort gab es bereits Todesopfer, und Tausende Menschen mussten evakuiert werden. Für zwei Regionen hat die Regierung einen "Notstand nationaler Tragweite" ausgerufen, darunter für die Hauptstadtregion Madrid.

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