Seminare zur Generation Z: Wie Führungskräfte die junge Generation verstehen lernen
Der Berater Marc Oliver Peters vermittelt Führungskräften in Seminaren, wie die Generation Z tickt. Dabei geht es vor allem um neue Führungsstile und die Bedürfnisse der jungen Arbeitskräfte.
Sinn, Spaß und Sicherheit? Bei uns hieß das früher einfach: Moin, Arbeit, Feierabend.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Ein selbstständiger Berater unterstützt Führungskräfte dabei, die Arbeitsweise und Bedürfnisse der Generation Z besser zu verstehen. In seinen Seminaren vermittelt er, wie sich die Arbeitswelt verändert hat und welche Führungsstile bei den zwischen 1997 und 2012 Geborenen erfolgreich sind. Damit soll ein Bewusstsein für die junge Generation geschaffen werden, die vermehrt ihre eigenen Vorstellungen einbringt. Augenoptikermeister Marc Oliver Peters ist 42 Jahre alt, hat inzwischen aber einen Master in Business Administration mit dem Schwerpunkt Changemanagement und Leadership. Er arbeitet seit drei Jahren als selbstständiger Berater und gibt seitdem Seminare zur Gen Z, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Es wird nirgendwo vermittelt, wie man die jungen Leute führt. Die Arbeitswelt hat sich verändert und es ist wichtig, ein Bewusstsein für die neue Generation zu schaffen“, sagt Marc Oliver Peters. Außerdem ergänzt er: „Während die Generationen vorher viel geschluckt haben, äußert sich die Generation Z mehr.“ Die Gen Z habe ihren eigenen Kopf, habe einen eigenen Willen und stehe dafür auch ein. Zudem sei den Angehörigen der Gen Z eine Work-Life-Balance wichtig, Flexibilität, Entwicklung, Transparenz und regelmäßiges Feedback.
Kritik an neuen Generationen ist kein neues Phänomen
Marc Oliver Peters verweist darauf, dass das gängige Vorurteil über die Gen Z, dass die Angehörigen der Generation keinen Bock zu arbeiten hätten und sie unmotiviert seien, haltlos sei. Er erklärt, dass schon Sokrates um 400 vor Christus sagte: „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, widerspricht ihren Eltern, legt die Beine übereinander und tyrannisiert ihre Lehrer“. Generationen-Kritik sei daher ein kontinuierliches Thema in der Gesellschaft und keineswegs ein neues Phänomen.
Kerninhalte der Seminare zur Generation Z
In seinen Seminaren bei der Akademie des Handwerks lehrt Marc Oliver Peters den Führungskräften zunächst, dass es bei der Gen Z auf die „3 S's“ ankommt. Dahinter stecken die Aspekte Sinn, Spaß und Sicherheit. Für die jungen Arbeitnehmer sei es immer wichtig zu wissen, warum sie eine bestimmte Tätigkeit ausführen sollen. Zudem sei ihnen Spaß an der Arbeit wichtig, und sie hätten ein großes Bedürfnis nach Sicherheit.
Verschiebung der Führungsstile
Einen Schwerpunkt der Seminare macht daneben das Kennenlernen unterschiedlicher Führungsstile aus. Früher habe es vor allem die transaktionale Führung gegeben. „Das bedeutet, der Chef sagt dir, was du machen musst. Und dann gibt es eine Belohnung, wenn du es richtig gemacht hast“, erklärt Marc Oliver Peters. Arbeitnehmer werden bei diesem Führungsstil von einer extrinsischen Motivation geleitet - also von einer Motivation, die durch äußere Reize zustande kommt.Beim Führen der Gen Z sei der transformationale Führungsstil Erfolg versprechender, weiß der Berater. Ein transformationaler Führungsstil ist ein Ansatz, bei dem Führungskräfte als inspirierende Vorbilder auftreten und Ziele und Versionen vermitteln. Zudem wird hier darauf Wert gelegt, dass der Chef zuhört, individuelle Bedürfnisse berücksichtigt und eine Vertrauensperson ist. Die Gen Z biete auf jeden Fall auch viele Chancen - da ist sich Marc Oliver Peters sicher. Der Arbeitsalltag könne durch die neue Generation nachhaltiger, produktiver und persönlicher werden.
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