Seenotretter laden zum Blick hinter die Kulissen an Nord- und Ostsee ein
Am morgigen „Tag der Seenotretter“ öffnen zahlreiche Stationen in Schleswig-Holstein ihre Türen. Besucher können spektakuläre Rettungsübungen hautnah miterleben und die Schiffe besichtigen.
Bei Schmuddelwedder bleib ich lieber an Land, aber Respekt für die Jungs und Deerns!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger stellt morgen bei dem „Tag der Seenotretter“ ihre Arbeit auf Nord- und Ostsee vor. An zahlreichen Stationen im Norden können Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen und spektakuläre Rettungsübungen miterleben. Die meist ehrenamtliche Arbeit der Retter finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Rund 2.000 Einsätze absolvieren die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) jährlich auf der Nord- und Ostsee. Am morgigen Aktionstag öffnet die Besatzung an vielen Stationen im Norden ihre Türen, um der Öffentlichkeit ihren mitunter lebensgefährlichen Arbeitsalltag auf dem Wasser zu präsentieren, wie die Tagesschau berichtet. Allein im vergangenen Jahr verzeichneten die Retter in Schleswig-Holstein rund 870 Einsätze, bei denen über 1.100 Menschen gerettet wurden.
Rettungsübungen mit Hubschrauberunterstützung
In Schleswig-Holstein beteiligen sich in diesem Jahr insgesamt 14 Stationen an der Aktion, die von Sylt über Gelting bis nach Heiligenhafen reichen. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher in Laboe, Langballigau und Maasholm: Dort wird der Marinehubschrauber "Sea Lion" für eine sogenannte Winch-Ex-Übung eingesetzt. Dabei demonstrieren die Einsatzkräfte, wie verletzte Personen per Seilwinde von einem fahrenden Schiff in den Hubschrauber gehoben werden. Laut DGzRS sind diese Übungen in Laboe gegen 11.30 Uhr, in Langballigau um 12.15 Uhr und in Maasholm um 13.30 Uhr geplant.
Programm an der Nordsee
An den Nordseestationen wird zwischen 10 und 17 Uhr ein vielfältiges Programm geboten. In Wittdün auf Amrum können Besucher den Seenotrettungskreuzer "Ernst Meier-Hedde" besichtigen. In Büsum gibt es neben dem Open Ship auf der "Theodor Storm" auch Rettungsübungen im Hafenbecken sowie ein Modellbootbecken. Auf Helgoland öffnet der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" seine Luken, begleitet von einem Auftritt des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland. In List auf Sylt werden Vorträge im Erlebniszentrum Naturgewalten angeboten, während auf Pellworm neben dem Open Ship auf der "Eiswette" zeitgleich ein Hafenfest stattfindet.
Aktionen an der Ostseeküste
Auch an der Ostsee präsentieren sich zahlreiche Stationen. In Eckernförde, Fehmarn, Gelting, Grömitz, Großenbrode, Heiligenhafen, Laboe, Langballigau, Maasholm und Schleswig werden Open-Ship-Aktionen, Rettungsübungen und Begrüßungsfahrten für neue Förderer angeboten. In Laboe wird zudem ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Shantychören und einer Fahrzeugausstellung der Freiwilligen Feuerwehr organisiert. In Schleswig wird das Seenotrettungsboot "Herwil Götsch" vorgestellt. Sämtliche Veranstaltungen finden wie geplant statt, sofern kein echter Notfall eintritt, da reale Einsätze für die Retter stets Vorrang haben.
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