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Nachfolgeregelung in der Krise: Wie Kathrin Boysen das Familienunternehmen Peters Wärmetechnik rettete

Nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders übernahm Kathrin Boysen die Führung des angeschlagenen Familienbetriebs in Mohrkirch. Durch eine umfassende Sanierung und neue Geschäftsfelder führte sie das Unternehmen erfolgreich aus der wirtschaftlichen Schieflage.

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Nach dem plötzlichen Tod ihres Bruders Ende 2021 hat Kathrin Boysen die Führung des familieneigenen Betriebs Peters Wärmetechnik in Mohrkirch übernommen. Trotz einer schweren wirtschaftlichen Schieflage gelang es ihr, das Unternehmen durch einen umfassenden Sanierungsprozess zu stabilisieren. Heute blickt der Betrieb auf eine erfolgreiche Neuausrichtung und sein 50-jähriges Bestehen zurück.
Der Dezember 2021 markierte einen Wendepunkt im Leben von Kathrin Boysen. Gemeinsam mit ihrem Mann Lennart und ihren beiden Kindern lebte sie zu dieser Zeit in Hamburg, wo beide im Bankwesen tätig waren. Eine Übernahme des Familienunternehmens in Mohrkirch gehörte ursprünglich nicht zu ihrer Lebensplanung. Doch als ihr Bruder Jan Peters plötzlich und unerwartet verstarb, entschied sich Boysen zur Rückkehr, wie die shz berichtet. Sie wollte damit die Zukunft des Betriebs sichern und Rücksicht auf die gesundheitliche Verfassung ihrer Eltern nehmen. „Ich wollte Verantwortung übernehmen – für meine Eltern, für die Mitarbeiter und für unsere Kunden“, beschreibt Kathrin Boysen ihre Motivation.

Sanierung und neue Strukturen

Das Familienunternehmen befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer schwierigen Phase. „Ich wusste, dass es dem Unternehmen nicht besonders gut ging“, erzählt Kathrin Boysen. „Das tatsächliche Ausmaß der wirtschaftlichen Schieflage wurde mir jedoch erst wenige Monate vor Jans Tod bewusst.“ Gemeinsam mit ihrem Bruder hatte sie zuvor noch entscheidende Weichen für den Fortbestand des Betriebs gestellt. Es folgte ein umfassender Sanierungsprozess, bei dem Boysen die Inhaberschaft übernahm. Langjähriger Mitarbeiter Helmut Witt übernahm die Geschäftsführung, während Christian Schmidt zunächst als Prokurist agierte und Sven Schmidt als Meister den technischen Bereich verantwortete.
Um das Unternehmen finanziell zu entlasten, beendete Kathrin Boysen ihr bisheriges Arbeitsverhältnis und nahm eine Tätigkeit bei einer Versicherungsagentur in Kappeln auf. Ihr Mann Lennart konnte derweil größtenteils aus dem Mohrkircher Home-Office für seinen bisherigen Arbeitgeber weiterarbeiten. „Ich habe als Inhaberin Verantwortung übernommen und die Voraussetzungen geschaffen, damit das Unternehmen eine Zukunft hat“, sagt Kathrin Boysen und dankt dabei ihren Mitstreitern und Mitarbeitern.

Eine 50-jährige Unternehmensgeschichte

Inzwischen feierte das Unternehmen sein 50. Jubiläum. Am 1. Januar 1976 hatte Firmengründer Karl-Jürgen Peters, Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und Vater von Kathrin Boysen, nach der Insolvenz seines Arbeitgebers den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Auf dem elterlichen Grundstück seiner Frau Antje in der Hauptstraße 75 legte er den Grundstein für den heutigen Betrieb. Neben dem Kerngeschäft Heizung und Sanitär etablierte sich in Kooperation mit einem dänischen Partner der Bau von Fernwärmeleitungen. Das dort entwickelte Leckwarnsystem für Rohrleitungen fand später weltweite Anwendung. Karl-Jürgen Peters engagierte sich zudem viele Jahre als Bürgermeister von Mohrkirch.
Unter der Führung von Kathrin Boysen wurde das Angebot des Betriebs erweitert. Zu den traditionellen Bereichen Heizung, Sanitär und Bäder kamen die Sparten Elektro, Photovoltaik und Fliesen hinzu. „Ich bin dankbar dafür, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam aufgebaut haben“, sagt sie.

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