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NABU gibt praktische Tipps zum Schutz von Schwalben

Aufgrund schrumpfender Schwalbenbestände gibt der NABU Oldenburg Ratschläge zur Unterstützung der Vögel und informiert über die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“.

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Lehmbällchen statt Beton – gefällt mir. Hauptsache, der Mücken-Snack stimmt weiterhin. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Schwalbenbestände sind bundesweit deutlich zurückgegangen. Um den Vögeln gezielt zu helfen, gibt die NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg drei praktische Tipps für den Alltag. Zudem besteht die Möglichkeit, sich für eine Auszeichnung als schwalbenfreundliches Haus zu bewerben.
Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, sollten bestehende Nester nach Empfehlung des NABU möglichst erhalten bleiben. Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, bieten künstliche Nisthilfen eine gute Alternative. Wer neue Nisthilfen anbringen möchte, sollte dies möglichst nach der aktuellen Brutsaison und damit rechtzeitig vor der nächsten Brutsaison tun. Auch ein etwa 60 Zentimeter unterhalb des Nestes angebrachtes Kotbrett kann nützlich sein, da es den Kot auffängt und das Zusammenleben von Mensch und Vogel erleichtert.

Nester benötigen Lehm und Insekten als Nahrung

Schwalben formen ihre Nester aus kleinen Lehmbällchen, doch geeigneter Boden ist rar geworden. „Eine feuchte Bodenstelle oder mit Wasser angerührter Lehm in einer flachen Schale kann für Schwalben den entscheidenden Unterschied machen“, erklärt Mario Göwert von der NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg. Wichtig sei dabei der Standort: „Die Stelle sollte möglichst in der Nähe des Brutplatzes liegen und für Katzen nicht erreichbar sein.“

Ein weiteres Problem ist der Nahrungsmangel, da Schwalben Fluginsekten wie Mücken oder Fliegen jagen, diese jedoch zunehmend seltener werden. „Wir sehen, wie dramatisch sich die Insektenvielfalt in den vergangenen Jahren verändert hat“, so Mario Göwert. „Wer einen Garten hat, kann mit heimischen Blühpflanzen, offenen Bodenstellen und dem Verzicht auf Pestizide viel bewirken.“ Ein naturnaher und artenreicher Garten unterstützt nicht nur Schwalben, sondern auch viele andere Tierarten.

Auszeichnung für Schwalben-Unterstützer

Naturschutzverbände wie der NABU und der LBV zeichnen Menschen aus, die Schwalben aktiv schützen. Wer Nester erhält, Nisthilfen anbringt oder Lebensräume schafft, kann sich jetzt für die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben. Die Unterlagen hierfür gibt es in der NABU-Regionalgeschäftsstelle Oldenburger Land. Dort liegt außerdem kostenloses Informationsmaterial zum Thema Schwalben und naturnahe Gärten bereit.

Die NABU-Geschäftsstelle in Oldenburg (Schlosswall 15) ist montags bis donnerstags jeweils von 15 bis 17 Uhr oder nach Terminvereinbarung erreichbar – telefonisch unter 0441/25600 und per E-Mail (mail@nabu-oldenburg.de).

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