Mit dem Fahrrad durch Island: Zwei Uetersener umrunden die Vulkaninsel
Angela Knauer und Raimund Fornaçon aus Uetersen umrunden derzeit Island mit dem Fahrrad. Trotz widriger Wetterbedingungen erleben die beiden Reiseradler die faszinierende Natur der Insel hautnah.
Gegenwind und Regen? Nennen wir in Norddeutschland feinstes Fahrradwetter. Respekt, ihr beiden!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Zwei leidenschaftliche Reiseradler aus Uetersen umrunden derzeit Island komplett mit dem Fahrrad. Seit Juni trotzt das Duo auf der von Gegensätzen geprägten Insel den extremen Wetterbedingungen und anspruchsvolleren Strecken. Ihr Abenteuer führt sie vorbei an Gletschern, Vulkanen und heißen Quellen einmal um die gesamte Insel. Für Angela Knauer und Raimund Fornaçon aus Uetersen ist Island derzeit die Kulisse ihres neuesten Abenteuers. Die beiden passionierten Reiseradler, die in den vergangenen Jahren bereits mit außergewöhnlichen Touren – unter anderem durch Skandinavien und andere nordische Regionen – auf sich aufmerksam machten, zog es 2026 erneut dorthin, wie die shz berichtet. Diesmal wollen sie Island komplett mit dem Fahrrad umrunden – ein ehrgeiziges Vorhaben auf einer Insel, die Radfahrern kaum eine Verschnaufpause gönnt. Island liegt geologisch gesehen genau auf dem Mittelatlantischen Rücken, an dem die eurasische und die nordamerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften.
Herausforderungen durch Wind und Wetter
Der Nordatlantik zeigt sich auf der Reise von seiner typischen Seite. Bisweilen bläst den beiden ein kräftiger Wind entgegen, Regen gehört beinahe zum Tagesprogramm und die gefühlten Temperaturen erinnern selbst im Sommer eher an den Herbst, wobei 15 bis 18 Grad Celsius fast schon die Ausnahme sind. Hinzu kommen lange Anstiege, auf denen das Fahrrad häufiger geschoben als gefahren werden muss, wie beide gegenüber der Redaktion berichten.
Faszinierende Naturschauspiele am Wegesrand
Doch alle Mühe lohnt sich, denn hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neues Naturschauspiel. Tosende Wasserfälle stürzen in die Tiefe, glasklare Flüsse liefern eiskaltes Trinkwasser, und oberhalb der Schneegrenze führte die Route der beiden Reiseradler entlang eines gewaltigen Stausees durch eine Landschaft, die fast außerirdisch wirkte. Kurz vor dem „Mückensee“ Mývatn radelten sie zudem durch die schwefelgelben Solfatarenfelder von Hverir, wo heißer Dampf aus der Erde aufsteigt und ein intensiver Schwefelgeruch in der Luft liegt.
Auf den Spuren von Trollen
Auch die isländische Sagenwelt begleitet die Reisenden auf ihrem Weg. Immer wieder entdecken sie bizarre Felsformationen und kleine Höhlen im Erdboden, die nach alter Überlieferung als Behausungen der Trolle gelten sollen. Zwischen dampfenden Quellen, schwarzen Lavafeldern und moosbewachsenen Hügeln fällt es tatsächlich nicht schwer, sich vorzustellen, dass dort irgendwo die geheimnisvollen Wesen der nordischen Mythologie zu Hause sind. Für ihre weitere Tour hoffen die beiden Uetersener auf etwas freundlicheres Wetter und vor allem auf mehr Sonnenschein. Wer die Reise in Wort und Bild verfolgen möchte, findet regelmäßig aktuelle Eindrücke auf ihrem Instagram-Kanal „angela_und_raimund_sind_weg“.
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