Meldung ✓

Konflikt in Stangheck: Streit um geplanten Bürgerwindpark Holmkjer spitzt sich zu

Vor dem Bürgerentscheid am 23. August in Stangheck verschärft sich der Ton zwischen der Gemeinde und einer Bürgerinitiative. Während die Gemeinde auf einen demokratischen Prozess verweist, wirft die Initiative ihr einseitige Information vor.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Viel Wind um Windkraft in Stangheck. Hauptsache, der Tee bleibt in der Tasse. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Konflikt in Stangheck: Streit um geplanten Bürgerwindpark Holmkjer spitzt sich zu
Illustration: KI-generiert
Vor dem Bürgerentscheid über den geplanten Bürgerwindpark Holmkjer am 23. August verhärten sich die Fronten in der Gemeinde Stangheck. Während die Gemeinde auf einen demokratischen Klärungsprozess verweist, wirft eine Bürgerinitiative ihr einseitige Information und mangelnde Beteiligung vor. Auslöser der jüngsten Auseinandersetzung ist eine Einwohnerversammlung Anfang Juli in Esgrus.
Nach Angaben der Gemeinde wurde das Vorhaben auf der Versammlung vorgestellt, woraufhin alle Besucher die Gelegenheit zur intensiven Fragerunde genutzt hätten. Während Bürgermeister Björn With den Abend als „einen guten Abend“ bezeichnet, sieht die Bürgerinitiative darin den Beleg für eine einseitige Information durch die Gemeinde.
Sprecher der Bürgerinitiative Christoph Neuhaus, der als Einwohner der Nachbargemeinde Stoltebüll durch die Nähe zur Windparkfläche unmittelbar betroffen wäre, kritisiert die Veranstaltung scharf. Den Informationsabend bezeichnet Christoph Neuhaus als „Meinungsveranstaltung des Bürgermeisters – keine neutrale Information“. Da die Initiative weder eingeladen noch beteiligt gewesen sei, verlangte sie in einem Schreiben an Amtsdirektorin Sandra Karjel eine Erklärung, wie die shz berichtet.

Gemeinde weist Vorwürfe zurück

Das Amt Geltinger Bucht widerspricht dieser Kritik. Eine Verpflichtung zur gesonderten Einladung der Bürgerinitiative habe nicht bestanden, und die Gemeinde dürfe ihre Auffassung erläutern. Einen Anspruch auf gleichwertige Darstellung der Position der Initiative sieht die Gemeinde bei einem selbst eingeleiteten Bürgerentscheid nicht. Neuhaus sieht sich dadurch in seiner Kritik bestätigt und äußert: „Ohne unseren Druck hätte die Gemeindevertretung keinen Bürgerentscheid beschlossen. Wir werten das als Erfolg unserer Initiative.“
Bürgermeister With widerspricht dieser Darstellung und betont, dass der Bürgerentscheid auf einer bewussten Entscheidung der Gemeindevertretung basiere, um nach Monaten unterschiedlicher Sichtweisen eine breit getragene Entscheidung zu ermöglichen. Die Gemeinde habe sich für den Bürgerentscheid als „den besseren demokratischen Weg“ entschieden. Zudem seien alle in Stangheck wohnenden Mitglieder der Bürgerinitiative automatisch eingeladen gewesen.

Weitere Informationsangebote vor der Abstimmung

Bislang habe kein Vertreter der Initiative an den öffentlichen Sitzungen teilgenommen, die Gemeinde stehe jedoch weiterhin für einen sachlichen Dialog bereit und will bis zur Abstimmung weitere Fragen beantworten. Unterdessen lädt die Bürgerinitiative für den 12. August um 19 Uhr zu einem eigenen Informationsabend in die Mehrzweckhalle Bojum ein. Dort wolle sie erklären, „warum der Bürgerwindpark Holmkjer weder für die Gemeinde noch für die Bürger lohnende Vorteile bringt“, so Neuhaus. Am 23. August entscheiden schließlich die Einwohner Stanghecks über die Einleitung der Bauleitplanung.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden

Norden ✓

Tödliche Schüsse auf St. Pauli: Ermittler vermuten mehr Beteiligte

Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.

05.09., 04:12 Uhr