Konflikt in Stangheck: Streit um geplanten Bürgerwindpark Holmkjer spitzt sich zu
Vor dem Bürgerentscheid am 23. August in Stangheck verschärft sich der Ton zwischen der Gemeinde und einer Bürgerinitiative. Während die Gemeinde auf einen demokratischen Prozess verweist, wirft die Initiative ihr einseitige Information vor.
Nach Angaben der Gemeinde wurde das Vorhaben auf der Versammlung vorgestellt, woraufhin alle Besucher die Gelegenheit zur intensiven Fragerunde genutzt hätten. Während Bürgermeister Björn With den Abend als „einen guten Abend“ bezeichnet, sieht die Bürgerinitiative darin den Beleg für eine einseitige Information durch die Gemeinde.
Sprecher der Bürgerinitiative Christoph Neuhaus, der als Einwohner der Nachbargemeinde Stoltebüll durch die Nähe zur Windparkfläche unmittelbar betroffen wäre, kritisiert die Veranstaltung scharf. Den Informationsabend bezeichnet Christoph Neuhaus als „Meinungsveranstaltung des Bürgermeisters – keine neutrale Information“. Da die Initiative weder eingeladen noch beteiligt gewesen sei, verlangte sie in einem Schreiben an Amtsdirektorin Sandra Karjel eine Erklärung, wie die shz berichtet.
Gemeinde weist Vorwürfe zurück
Das Amt Geltinger Bucht widerspricht dieser Kritik. Eine Verpflichtung zur gesonderten Einladung der Bürgerinitiative habe nicht bestanden, und die Gemeinde dürfe ihre Auffassung erläutern. Einen Anspruch auf gleichwertige Darstellung der Position der Initiative sieht die Gemeinde bei einem selbst eingeleiteten Bürgerentscheid nicht. Neuhaus sieht sich dadurch in seiner Kritik bestätigt und äußert: „Ohne unseren Druck hätte die Gemeindevertretung keinen Bürgerentscheid beschlossen. Wir werten das als Erfolg unserer Initiative.“Bürgermeister With widerspricht dieser Darstellung und betont, dass der Bürgerentscheid auf einer bewussten Entscheidung der Gemeindevertretung basiere, um nach Monaten unterschiedlicher Sichtweisen eine breit getragene Entscheidung zu ermöglichen. Die Gemeinde habe sich für den Bürgerentscheid als „den besseren demokratischen Weg“ entschieden. Zudem seien alle in Stangheck wohnenden Mitglieder der Bürgerinitiative automatisch eingeladen gewesen.