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Gleissperrung in Hamburg: Brücke in Langenfelde kontrolliert gesprengt

Im Zuge der Arbeiten für den neuen Fernbahnhof Altona wurde am Samstag ein Überwerfungsbauwerk in Langenfelde gesprengt. Trotz Belastungen mit Asbest und Blei verlief die Aktion laut Bahn ohne gefährliche Emissionen.

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Bisschen Wind, bisschen Dynamit – läuft doch bei der Bahn. — Rocky, Chefkolumnist
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Im Zuge der umfangreichen Arbeiten am künftigen Fernbahnhof Altona ist am Sonnabend auf dem Bahngelände in Langenfelde eine Brücke gesprengt worden. Das sogenannte Überwerfungsbauwerk Langenfelde musste weichen, um Platz für neue Gleise zu schaffen. Wegen der Bauarbeiten sind die Bahngleise zwischen Altona und Sternschanze noch bis Ende August gesperrt.
Die Sprengung erfolgte am Sonnabendnachmittag gegen 14.30 Uhr, nachdem am Vormittag kleine gezielte Sprengladungen an den Brückenpfeilern angebracht worden waren. Nach der Fernzündung gaben die tragenden Elemente nach, woraufhin die Brücke in sich zusammenfiel und eine riesige Staubwolke entstand. Nun wird das Bauwerk mit Spezialgerät zerkleinert und abtransportiert, wie die Tagesschau berichtet.

Die Initiative "Prellbock Altona" hatte den Abriss kritisiert, weil die Bahnbrücke für den Schienenverkehr unersetzlich sei und es sonst Engpässe gebe. Zudem war die Brücke laut Bahn mit Asbest und Blei belastet. Auch aus diesem Grund hatte die Bahn im vergangenen Oktober den Umzug des Fernbahnhofs Altona um zwei Jahre verschoben. Gegenüber NDR Hamburg hieß es nun jedoch, die Brücke sei so präpariert worden, dass die Sprengung keine gefährlichen Emissionen freisetze.

Einsatz von Hubschraubern für Signalmasten

Bereits am Mittwoch entfernte ein Helikopter nicht mehr benötigte Signalmasten zwischen Altona und Diebsteich. Aufgrund der engen Platzverhältnisse musste der Hubschrauber die bis zu 750 Kilogramm schweren Masten aus der Verankerung ziehen, einige Kilometer durch die Luft transportieren und punktgenau auf markierten Stellen ablegen. Wind und Regen erschwerten die Arbeiten zusätzlich. Sprecher der Deutschen Bahn Ole Constantinescu erklärte dazu: "Wir haben heute ein bisschen Wind und schlechtes Wetter, das heißt, der Hamburger Tower am Flughafen macht uns immer einen Strich durch die Rechnung, der pfeift den Hubschrauberpiloten zurück - für ein paar Minuten, aber dann geht es auch wieder weiter." Trotz der dadurch entstandenen Verzögerungen sollten bis Mittwochnachmittag insgesamt 31 Signalmasten abgebaut werden.

Neuer Fernbahnhof am Diebsteich geplant

Neben den Arbeiten in Langenfelde wird auch am künftigen Fernbahnhof Altona am Diebsteich mit Hochdruck gearbeitet. Zudem wird die alte Sternbrücke durch einen gigantischen Neubau ersetzt. Der neue Fernbahnhof wird rund zwei Kilometer nach Norden an der S-Bahnstation Diebsteich errichtet und soll Ende 2029 in Betrieb genommen werden.

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