Erneuter Brand auf Bauernhof in Großsolt fordert zwei Verletzte
Bei einem zweiten Feuer innerhalb von vier Wochen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Großsolt wurden ein Feuerwehrmann und ein Hofmitarbeiter verletzt. Ein Wasserrohrbruch erschwerte die Löscharbeiten, die durch die Hilfe eines Nachbarn fortgesetzt werden konnten.
Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Großsolt ist am Samstagnachmittag erneut ein Feuer ausgebrochen. Bei den Rettungsarbeiten wurden zwei Personen verletzt, während ein Wasserrohrbruch die Löscharbeiten der Feuerwehr behinderte. Die Polizei hat Ermittlungen zu einer auffälligen Brandserie aufgenommen, da es bereits der zweite Brand innerhalb von vier Wochen auf dem Hof war. Bereits am Samstag, 27. Juni, und damit auf den Tag genau vor vier Wochen, brannte auf demselben Grundstück gegen 13 Uhr der mit Stroh gefüllte Dachboden eines Gebäudes. Nun schlugen abermals offene Flammen aus einem Strohlager, dieses Mal direkt über einem Rinderstall. Mitarbeiter des Hofes reagierten sofort und begannen noch vor Eintreffen der Retter, die Rinder aus dem Gebäude in Sicherheit zu bringen. Die umgehend anrückenden Einsatzkräfte von sechs Freiwilligen Wehren der Gemeindefeuerwehren Husby und Großsolt unterstützten die Männer bei der Evakuierung der Tiere, wie die shz berichtet.
Verletzte bei Tierrettung und unerwartete Hindernisse
Bei den kräftezehrenden Arbeiten kam es jedoch zu zwei Verletzten. Ein Feuerwehrmann wurde bei der Rettungsaktion von einem flüchtenden Bullen umgerannt. Ein Mitarbeiter des Hofes erlitt zudem starke Rückenschmerzen, nachdem er etliche Kälber aus dem Gefahrenbereich getragen hatte. Beide Verletzten wurden vom alarmierten Rettungsdienst versorgt und vorsorglich in eine Klinik gebracht.Während die Flammen auf dem Dachboden loderten und Teile der Zwischendecke im Stall einstürzten, baute die Feuerwehr von oben eine Riegelstellung auf, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers zu verhindern. Dabei stießen die Retter auf unerwartete Hindernisse: Etwa 200 Meter vor der Einsatzstelle entfernt kam es an einer Leitung zu einem Wasserrohrbruch, der die Straße unter Wasser setzte und die Löschwasserversorgung unterbrach.
Nachbarschaftshilfe sichert Löschwasser
In dieser brenzligen Situation reagierte ein benachbarter Landwirt geistesgegenwärtig. Er füllte ein 21 Kubikmeter fassendes Güllefass mit Wasser und eilte den Einsatzkräften zur Hilfe. Das Wasser konnte über einen Faltbehälter direkt in die Einsatzfahrzeuge gepumpt werden, um die Löscharbeiten aufrechtzuerhalten und den Brand so gegen 15.10 Uhr endgültig abzulöschen. Die Polizei hat nun die Ermittlungen zu der auffälligen Brandserie auf dem Hof aufgenommen, und auch die Feuerwehr bleibt mit einer Brandwache vor Ort, um möglicherweise wieder aufflammende Glutnester sofort löschen zu können.
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