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DLRG Eckernförde übernimmt ufernahe Wasserrettung

Der DLRG-Ortsverband wird fest in die offizielle Alarmierungskette der Eckernförder Bucht eingebunden, um eine wichtige Sicherheitslücke im Flachwasser zu schließen.

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Hauptsache, die lütten Schlauchboote halten dicht – moin Sicherheit auf dem Wasser! — Rocky, Chefkolumnist
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Der DLRG-Ortsverband Eckernförde übernimmt ab sofort neue Aufgaben in der ufernahen Wasserrettung und wird fest in die örtliche Alarmierungskette der Eckernförder Bucht eingebunden. Durch eine Reform des Badesicherheitsgesetzes rücken die Rettungsschwimmer künftig bei Notfällen zusätzlich zu den Seenotrettern und der Feuerwehr aus. Dafür stellt der Ortsverband einen Rund-um-die-Uhr-Bereitschaftsdienst und nutzt künftig auch den Digitalfunk sowie Blaulicht.
Neben dem DLRG-Landesverband mit Sitz am Eckernförder Leuchtturm existiert der DLRG-Ortsverband unter Vorsitz von Björn Fischer. „Doch was die Aufgaben der Freiwilligen angeht, haben die Gruppen oft wenig mehr als den Schriftzug gemein“, sagt Fischer. So bietet der Ortsverband beispielsweise eher Schwimmunterricht für Kinder an und sichert die großen Veranstaltungen in der Stadt auf Seeseite ab, wie etwa die Festivals am Südstrand. Seit Mittwoch, 22. Juli, hat der Ortsverband eine weitere große Aufgabe übernommen. Fischer erklärt dazu: „Der Ortsverband wird künftig die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in der gesamten Eckernförder Bucht bei der ufernahen Wasserrettung unterstützen.“

Schließung einer Sicherheitslücke im Flachwasser

In Zukunft wird bei Unfällen oder Notsituationen in der Bucht auch die DLRG mitalarmiert und rückt dann zusätzlich zu den Seenotrettern und der Feuerwehr aus. „Ein klassisches Beispiel wäre der abgetriebene Kitesurfer, der auf sich aufmerksam macht“, sagt Fischer. „Ruft jemand vom Ufer den Notruf, werden wir auch alarmiert.“ Der DLRG kommt dabei die Aufgabe der Rettung in Ufernähe zu, wie die shz berichtet. Dieser Bereich war zuvor laut Fischer oft nicht optimal abgedeckt, da das Wasser für Boote der Seenotretter zu flach sein kann und Feuerwehren teils nicht passend ausgerüstet sind. „Da wurde sich in der Vergangenheit oft irgendwie beholfen – sei es mit Wathosen oder geliehenen Booten“, sagt Fischer. Diese Lücke füllt die DLRG nun mit ihren flachwassertauglichen Schlauchbooten.

Neue Rechte und Pflichten für den Ortsverband

Die neue Aufgabe geht auf eine Reform des Badesicherheitsgesetzes in Schleswig-Holstein zurück, die Anfang 2021 in Kraft trat. Diese erlaubt es dem Land, private Rettungseinheiten in die Alarmierungsstrukturen einzubinden. Im Gegenzug erhalten sie zusätzliche Rechte wie die Nutzung des Digitalfunks und das Fahren unter Blaulicht. Dafür muss der Verein künftig rund um die Uhr einen Bereitschaftsdienst stellen. „Wir haben derzeit 15 Leute, die sich daran beteiligen, würden das aber gerne auf 20 aufstocken“, sagt Fischer, der sich auf die neuen Aufgaben freut. Früher erfolgte die Alarmierung noch per Telefonkette. „Das war ein bisschen wie in der Schule“, sagt Fischer. Zudem fehlte mangels Funk der direkte Austausch mit anderen Organisationen.

Einsatzbereitschaft zu Lande und zu Wasser

Die nötigen Funkgeräte hat der Verein vom Land erhalten, das sich je nach Verfügbarkeit mit bis zu 60 Prozent Förderung an Anschaffungen beteiligt. „Wir sind also auch weiterhin auf Spenden angewiesen – und das Engagement unserer Mitglieder“, sagt Fischer. Er betont aber auch: „Die Zusammenarbeit mit dem Land war bisher super und wir sind total zufrieden, jetzt so eine sinnvolle zusätzliche Aufgabe gefunden zu haben.“ Bei einem Alarm rückt der Ortsverband zweigleisig an: Eine Gruppe nähert sich seeseitig mit einem Schnellboot aus dem Segelhafen, eine zweite Gruppe kommt mit einem neuen Einsatzfahrzeug über den Landweg. Zudem kann der Ortsverband neuerdings Drohnen für die Suche aus der Luft und unter Wasser einsetzen. „Wir werden viel lernen müssen“, sagt Fischer abschließend, „aber wir sind hoch motiviert und wollen da draußen helfen.“

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