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Verzögerung beim Smart-City-Projekt: Autonomer Bus in Geestland lässt auf sich warten

Das Pilotprojekt für einen selbstfahrenden Bus in Geestland verzögert sich weiter. Dank einer Förderverlängerung bis 2028 bleibt der Stadt jedoch mehr Zeit für die technische Umsetzung und Genehmigung.

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Selbstfahrend? Bei uns im Norden nennt man das einfach kräftigen Rückenwind. — Rocky, Chefkolumnist
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Das zukunftsweisende Smart-City-Projekt eines selbstfahrenden Busses in Geestland verzögert sich weiter. Trotz mehrfacher Ankündigungen kann das fahrerlose Fahrzeug vorerst nicht wie geplant starten. Dank einer Verlängerung des Projektzeitraums durch das Bundesbauministerium erhält die Stadtverwaltung nun jedoch wertvolle Zeit für die Umsetzung.
Die Einführung des autonomen Kleinbusses, der eigentlich zwischen dem Ortszentrum von Bad Bederkesa und dem Gewerbegebiet verkehren soll, verschiebt sich bereits seit 2024 von Jahr zu Jahr. Wie komplex die Entwicklung eines solchen Fahrzeugs für den öffentlichen Personennahverkehr ist, zeigt sich an den Verzögerungen: Der Start war zuletzt für vor rund einem dreiviertel Jahr geplant. Da der ursprüngliche Projektzeitraum im November dieses Jahres endet, drohte die Zeit knapp zu werden, wie bereits auf der Smart-City-Regionalkonferenz im Februar deutlich wurde. Für alle Innovationen im Rahmen des Projekts stellt der Bund Geestland insgesamt 15 Millionen Euro zur Verfügung. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, gibt es nun jedoch einen zeitlichen Aufschub.

Projektverlängerung bis März 2028 sichert Vorhaben

Stadtsprecher Merlin Hinkelmann teilte mit, dass das Bundesbauministerium die Laufzeit für das Modellprojekt Smart City in Geestland verlängert hat. Dadurch gewinnt die Verwaltung Zeit bis März 2028. Derzeit arbeitet das Berliner Unternehmen Motor AI daran, das Erprobungsfahrzeug – einen Mercedes EQV – mit der autonomen Fahrsoftware sowie der nötigen Sensorik auszustatten. Diese Arbeiten sollen nach aktuellem Stand im August abgeschlossen sein.

Zulassung durch das Kraftfahrt-Bundesamt als nächste Hürde

Nach der technischen Aufrüstung muss der Hersteller beim Kraftfahrt-Bundesamt die Genehmigung für den Erprobungsbetrieb in Bad Bederkesa beantragen. Hoffnung schöpft die Stadt aus einem ähnlichen Projekt im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Ein baugleiches Fahrzeug hat dort vor wenigen Tagen die Erprobungsgenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts erhalten. Diese bereits erteilte Genehmigung dürfte das Verfahren für Geestland erleichtern und beschleunigen.Zuvor wurde der Bus von MotorAI auf der Smart-City-Regionalkonferenz im evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa von Florian Fengler vorgestellt. Stadtsprecher Merlin Hinkelmann äußert sich optimistisch zum weiteren Zeitplan: „Vor diesem Hintergrund gehen wir derzeit davon aus, dass das Erprobungsfahrzeug im Herbst 2026 seinen Betrieb aufnehmen kann. Wie gesetzlich vorgeschrieben, wird dabei zunächst ein Sicherheitsfahrer an Bord sein, der bei Bedarf jederzeit eingreifen kann“.

Großes Interesse in der Bevölkerung

Das Interesse an dem fahrerlosen Bus ist bereits groß. Bürgermeisterin Gabi Kasten berichtete auf der Regionalkonferenz der Modellkommunen im Februar von einer Warteliste interessierter Fahrgäste. Bürger hätten sich bereits für die erste Fahrt angemeldet, und ein Interessent wollte den Bus sogar für seine Geburtstagsfeier buchen.Das Projekt hat einen langen Vorlauf: Schon im Mai des vergangenen Jahres wurde die Strecke abgefahren, um Daten für die Routenberechnung zu erfassen. Zudem wurden bereits im vergangenen Jahr eine Halle am Bauhof für den Bus fertiggestellt und Haltestellen eingerichtet. Dennoch sorgt die Verzögerung für Ungeduld bei den Beteiligten, die ursprünglich mit einem Start Ende 2024 gerechnet hatten. Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu: „Selbstverständlich hätten wir das Fahrzeug lieber heute als morgen in Geestland im Einsatz. Wir sind jedoch bei der Umsetzung auf die technische Entwicklung, die Fertigstellung durch den Hersteller sowie die erforderlichen Genehmigungsverfahren angewiesen. Wir können nicht oft genug betonen, dass wir mit dem autonomen Fahren im ländlichen Raum Neuland betreten.“ Die Stadt Geestland arbeitet weiterhin daran, den Bus schnellstmöglich auf die Straße zu bringen.

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