Meldung ✓

Transport gestartet: Neues Schleusentor für Emden erreicht Blexen

Das neue, rund 1.000 Tonnen schwere Ersatzschleusentor für die Seeschleuse in Emden hat seine erste Transportetappe nach Nordenham-Blexen erfolgreich absolviert. Von dort aus soll der Koloss am Wochenende über die Nordsee nach Emden verschifft werden.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

1.000 Tonnen Stahl auf der Weser – das nenne ich mal ein ordentliches Kaliber. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Transport gestartet: Neues Schleusentor für Emden erreicht Blexen
Illustration: KI-generiert
Die Arbeiten für die anstehende Verschiffung des neuen Ersatzschleusentores für die Seeschleuse in Emden laufen nach Plan. Am frühen Freitagmorgen hat das rund 1.000 Tonnen schwere Tor seine erste Transportetappe vom Bauplatz in Bremerhaven zum Steelwind-Anleger in Nordenham-Blexen erfolgreich absolviert. Der Weitertransport auf dem Seeweg nach Emden ist für das kommende Wochenende vorgesehen.
Das Schleusentor wird bei Stahlbau-Nord in Bremerhaven für die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports produziert, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Für die erste Etappe wurde das 42,6 Meter lange, 7,9 Meter breite und 19,9 Meter hohe Tor vom Bauplatz an der Labradorkaje im Bremerhavener Fischereihafen über die Weser transportiert. Zwei Schlepper überführten den absenkfähigen Schwerlastponton „BHV Innovation“ gegen 6. Uhr nach der Passage der Fischereihafen-Doppelschleuse einmal quer über den Fluss nach Blexen. Dort wurde das Tor an die Haken von zwei landseitig fest installierten 900-Tonnen-Ladekranen bei Steelwind genommen.

Vorbereitungen für den Seetransport

An der Kaje bei Steelwind wird der Schwerlastponton nun abgesenkt. Zwischenzeitlich hat der Schlepper „Julius“ die beiden neuen schwarzen Auftriebskörper ATS 1 und ATS 2 vom Liegeplatz in Bremerhaven nach Blexen überführt. Diese sollen im Laufe des Tages auf dem Ponton platziert werden, um später den Tiefgang des Schleusentores im Emder Hafen zu verringern. Anschließend wird das Schleusentor auf dem Ponton wieder abgelassen, bevor die weiteren Vorbereitungen für den Seetransport folgen.
Nach der aktuellen Planung soll der Ponton mit dem Schleusentor am Sonnabend die Wesermündung in Richtung Emden verlassen. Dieser Zeitplan ist von den Wetter-, Tide- und Logistikbedingungen abhängig. Die Ankunft im Emder Hafen ist für Sonntag, 26. Juli, geplant.

Mögliche Behinderungen im Schiffsverkehr

Zur Vorbereitung der Entladung in Emden wird der Ponton voraussichtlich am Montag in der Zufahrt zur Großen Seeschleuse vor dem Binnenhaupt verankert. Während dieses Zeitraums ist ein sicheres Ein- und Auslaufen durch das Binnenhaupt der Großen Seeschleuse nicht mehr gewährleistet. Bis zum darauffolgenden Dienstag ist daher mit erheblichen Behinderungen und zeitweiligen Sperrungen des Schiffsverkehrs zu rechnen.
Am Dienstag, 28. Juli, soll der Ponton „BHV Innovation“ schließlich durch das Fluten der einzelnen Ballastwassertanks abgesenkt werden. Dies ermöglicht das Ausschwimmen des Reservetors und der zuvor angekoppelten Auftriebskörper. Für diese Arbeiten ist voraussichtlich der gesamte Tag veranschlagt.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden

Norden ✓

Tödliche Schüsse auf St. Pauli: Ermittler vermuten mehr Beteiligte

Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.

05.09., 04:12 Uhr