Transport gestartet: Neues Schleusentor für Emden erreicht Blexen
Das neue, rund 1.000 Tonnen schwere Ersatzschleusentor für die Seeschleuse in Emden hat seine erste Transportetappe nach Nordenham-Blexen erfolgreich absolviert. Von dort aus soll der Koloss am Wochenende über die Nordsee nach Emden verschifft werden.
Das Schleusentor wird bei Stahlbau-Nord in Bremerhaven für die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports produziert, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Für die erste Etappe wurde das 42,6 Meter lange, 7,9 Meter breite und 19,9 Meter hohe Tor vom Bauplatz an der Labradorkaje im Bremerhavener Fischereihafen über die Weser transportiert. Zwei Schlepper überführten den absenkfähigen Schwerlastponton „BHV Innovation“ gegen 6. Uhr nach der Passage der Fischereihafen-Doppelschleuse einmal quer über den Fluss nach Blexen. Dort wurde das Tor an die Haken von zwei landseitig fest installierten 900-Tonnen-Ladekranen bei Steelwind genommen.
Vorbereitungen für den Seetransport
An der Kaje bei Steelwind wird der Schwerlastponton nun abgesenkt. Zwischenzeitlich hat der Schlepper „Julius“ die beiden neuen schwarzen Auftriebskörper ATS 1 und ATS 2 vom Liegeplatz in Bremerhaven nach Blexen überführt. Diese sollen im Laufe des Tages auf dem Ponton platziert werden, um später den Tiefgang des Schleusentores im Emder Hafen zu verringern. Anschließend wird das Schleusentor auf dem Ponton wieder abgelassen, bevor die weiteren Vorbereitungen für den Seetransport folgen.Nach der aktuellen Planung soll der Ponton mit dem Schleusentor am Sonnabend die Wesermündung in Richtung Emden verlassen. Dieser Zeitplan ist von den Wetter-, Tide- und Logistikbedingungen abhängig. Die Ankunft im Emder Hafen ist für Sonntag, 26. Juli, geplant.
Mögliche Behinderungen im Schiffsverkehr
Zur Vorbereitung der Entladung in Emden wird der Ponton voraussichtlich am Montag in der Zufahrt zur Großen Seeschleuse vor dem Binnenhaupt verankert. Während dieses Zeitraums ist ein sicheres Ein- und Auslaufen durch das Binnenhaupt der Großen Seeschleuse nicht mehr gewährleistet. Bis zum darauffolgenden Dienstag ist daher mit erheblichen Behinderungen und zeitweiligen Sperrungen des Schiffsverkehrs zu rechnen.Am Dienstag, 28. Juli, soll der Ponton „BHV Innovation“ schließlich durch das Fluten der einzelnen Ballastwassertanks abgesenkt werden. Dies ermöglicht das Ausschwimmen des Reservetors und der zuvor angekoppelten Auftriebskörper. Für diese Arbeiten ist voraussichtlich der gesamte Tag veranschlagt.