Spezialschiff für Offshore-Windkraft passiert den Nord-Ostsee-Kanal
Das hochmoderne Spezialschiff „Olympic Boreas“ hat auf seinem Weg nach Polen den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg passiert. Der innovative Neubau ist speziell für den Einsatz in Offshore-Windparks konzipiert.
Allradantrieb auf dem Wasser? Hauptsache, das Ding pustet mir nicht die Mütze weg.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das hochmoderne Spezialschiff „Olympic Boreas“ hat auf seiner Fahrt von den Niederlanden nach Polen den Nord-Ostsee-Kanal passiert und dabei Rendsburg durchquert. Der im Jahr 2024 fertiggestellte Neubau wurde speziell für den Bau und die Wartung von Offshore-Windparks konzipiert. Das Schiff verfügt über innovative Antriebs- und Transfersysteme für den Einsatz auf hoher See. Das Spezialschiff war auf dem Nord-Ostsee-Kanal von IJmuiden in den Niederlanden nach Gdynia in Polen unterwegs, wie die shz berichtet. Gebaut wurde die „Olympic Boreas“ in der norwegischen Werft Ulstein Verft und im Jahr 2024 an die Olympic-Group-Reederei ausgeliefert. Das als Construction Service Operation Vessel (CSOV) klassifizierte Schiff ist das erste von zwei Schwesterschiffen; das zweite trägt den Namen „Olympic Notos“. Kurz nach seiner Fertigstellung gewann das Schiff den „Maritime Innovation of the Year“-Award.
Innovativer Antrieb für starken Seegang
Die „Olympic Boreas“ hat eine Länge von knapp 90 Metern, ist etwa 20 Meter breit und kann eine Last von 2300 Tonnen transportieren, was in etwa dem Gewicht von 400 Elefanten entspricht. Mit seinem Hybridantrieb erreicht das Schiff eine maximale Geschwindigkeit von 12,8 Knoten, was knapp 25 Kilometern pro Stunde entspricht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schiffen ist dieses Spezialschiff mit vier Hauptpropellern ausgestattet – zwei befinden sich am Heck und zwei direkt im Bugbereich. Diese Konfiguration wirkt wie ein maritimer Allradantrieb, wodurch das Schiff seine Position flexibel an Wellen- und Strömungsrichtungen anpassen kann. Dies verbessert das Verhalten bei starkem Seegang und vergrößert das Zeitfenster für mögliche Einsätze auf See.
Sicherer Transfer und Komfort an Bord
Für den sicheren Transfer der Techniker auf die Offshore-Windkraftanlagen sorgt ein „Walk-to-Work“-Gangwaysystem. Dieses System gleicht die Wellenbewegungen automatisch aus und ermöglicht einen sicheren Übergang in einer Höhe von 15 bis 30 Metern. Da die Besatzung oft wochenlang auf dem Meer arbeitet, bietet das Schiff in 91 Kabinen Platz für bis zu 126 Personen. Zudem befinden sich eigene Lounges, Büros und ein Fitnessbereich an Bord.
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