Neue Attraktionen und Bewohner im Nationalpark-Haus Föhr
Das Nationalpark-Haus Föhr präsentiert zum Tag der offenen Tür am 25. Juli neue Aquarienbewohner und umgestaltete Ausstellungsräume. Besucher können sich unter anderem auf die wählerische Seenadel und eine neue Tongestaltung freuen.
Die Ausstellung, die seit 2022 in den Räumen des ehemaligen AOK-Kinderheimes am Ende der Strandstraße in Wyk besteht, zieht regelmäßig Besucher an. So zeigt sich Witsumerin Birte Olufs, die vor zwei Wochen einen Freund aus Innsbruck in das Nationalpark-Haus mitnahm, begeistert von dem Angebot. Gemeinsam mit ihrem Sohn Henning (11) betrachtet sie Muscheln und Schnecken unter dem Mikroskop. „Hier gibt es so viele Gucksachen. Da könnte man sich ewig mit beschäftigen“, sagt Olufs, wie die shz berichtet.
Ehrenamtliches Engagement auf der Insel
Betrieben wird das Haus sowie die dazugehörigen Watt- und Naturschutzführungen derzeit von neun Freiwilligen und einem festangestellten Ehepaar. Dahinter steckt der 1962 gegründete Verein Schutzstation Wattenmeer, der mittlerweile an 18 Einsatzstellen Freiwilligenarbeit anbietet. Zu den Freiwilligen, die über den Bundesfreiwilligendienst mitarbeiten, gehören Luka Koch und Nicolai Zander. Beide stehen kurz vor dem Ende ihrer Dienstzeit und werden die Insel im September verlassen, um ein Studium auf dem Festland aufzunehmen beziehungsweise einen Master in Computervisualistik zu beginnen. „Ich habe gelernt, entspannter vor Gruppen zu sprechen“, sagt Koch nach kurzem Nachdenken über ihre Zeit auf Föhr. In Erinnerung bleiben würden ihr zudem die zahllosen Sonnenauf- und -untergänge. „Föhr hat tolle Menschen und ist eine schöne Insel“, erklärt sie.Neuerungen und wählerische Aquarienbewohner
Vor ihrem Abschied steht jedoch noch der Tag der offenen Tür an. „Mit kostenlosem Eintritt und Kuchenbüfett“, erklärt Zander. Für die Besucher gibt es im Haus einige Neuerungen zu entdecken. „So haben wir den Flur neu gestaltet, von dem die Ausstellungsräume abgehen“, erklärt Koch. In einer Ecke des Flurs wurden Gegenstände wie Plastikflaschen, Blisterverpackungen und Plastiktüten gesammelt, die nicht in das Wattenmeer gehören und das Unesco-Weltnaturerbe verschmutzen.Zudem wurden in die Türrahmen der Themenräume „Watt“, „Sturmfluten“, „Strandgang“ und „Wasserwelt“ kleine Lautsprecher integriert, die eine passende Atmosphäre zu und in den Räumen schaffen. Auch in den Aquarien gibt es neue Bewohner zu sehen. „Unser Star ist die Seenadel“, erklärt Zander. Der mit dem Seepferdchen verwandte Fisch erweist sich bei der Fütterung jedoch als anspruchsvoll. „Den toten Fisch, mit dem wir es versucht haben, nimmt er nicht an. Im Moment füttern wir Lebendgarnelen“, erklärt Zander. Neben lebenden Seesternen auf einer künstlichen Miesmuschelbank gibt es auch kleine Schollen zu entdecken, die sich auf dem sandigen Boden tarnen. „Meist erkennt man sie nur dort, wo die Augen herausschauen“, gibt Zander als Tipp für die Besucher. Während die Schollen später ausgewildert werden, bleiben die Seeanemonen dauerhaft im Haus. „Die sind auch schwer umzutopfen“, schmunzelt Zander. Der Tag der offenen Tür findet am Samstag zwischen 14 und 18 Uhr statt.