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Gewerkschaft warnt vor Problemen bei Kinderbetreuung durch längere Arbeitszeiten

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert Pläne zur Aufweichung des Acht-Stunden-Tages. Sie befürchtet erhebliche Betreuungsprobleme für arbeitende Eltern im Landkreis Rotenburg.

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Längere Arbeitstage? Da streiken nicht nur die Deichschafe, sondern auch die Kitas. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt vor erheblichen Problemen für arbeitende Eltern im Landkreis Rotenburg, sollten die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes umgesetzt werden. Durch die geplante Abschaffung des Acht-Stunden-Tages befürchtet die Gewerkschaft den Zusammenbruch der verlässlichen Kinderbetreuung. Derzeit reicht das Angebot an Kitaplätzen in der Region ohnehin nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken.
Im Landkreis Rotenburg stehen aktuell für rund 1.460 Kinder unter drei Jahren Kitaplätze zur Verfügung, was einer Betreuungsquote von knapp 35 Prozent entspricht, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Nach Angaben der amtlichen Statistik ist diese Quote jedoch unzureichend. Steffen Lübbert von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sagt: „Das ist zu wenig. Vor allem wenn Eltern arbeiten, müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder betreut werden“. Die NGG Lüneburg beruft sich hierbei auf eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI), wonach der landesweite Bedarf für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren in Niedersachsen bei 53 Prozent liegt.

Pläne der Bundesregierung gefährden Planbarkeit

Die Gewerkschaft sieht durch die Vorhaben der Bundesregierung, das Arbeitszeitgesetz zu ändern und den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen, gravierende Probleme auf die Eltern im Kreis Rotenburg zukommen. Steffen Lübbert warnt: „Wenn das passiert, dann bricht für Eltern jede Planung bei der Kinderbetreuung zusammen. Denn dann kann ein Arbeitstag auch mal zwei oder sogar dreieinhalb Stunden länger werden. Mit Verlässlichkeit, die Eltern dringend brauchen, hat das nichts mehr zu tun“.

Abstimmung zwischen Kita und Beruf bereits jetzt schwierig

Eine verlässliche Betreuung ist für berufstätige Eltern von zentraler Bedeutung, da die Organisation des Alltags oft kaum Spielräume zulässt. „Meistens sind Kita- und Arbeitszeiten schon jetzt auf Kante genäht – also eng miteinander abgestimmt: Wer sein Kind in der Kita hat, der muss es auch pünktlich wieder abholen, bevor die Kita schließt.“

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