Steigende Wohnnebenkosten: Hannover zählt zu teuersten Landeshauptstädten
Eine Auswertung des Bundes der Steuerzahler zeigt für 2026 bundesweit steigende Wohnnebenkosten. Hannover verzeichnet im Zehn-Jahres-Vergleich den höchsten Anstieg aller Landeshauptstädte.
Da wird das Geld ja quasi direkt mit dem Müll entsorgt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Wohnnebenkosten steigen im Jahr 2026 bundesweit um vier Prozent an. Besonders stark fallen die Kostensteigerungen in Hannover aus, wo vor allem die Müllgebühren ins Gewicht fallen, wie die Tagesschau berichtet. Ein Drei-Personen-Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus zahlt im bundesweiten Durchschnitt künftig 1.492 Euro pro Jahr. Dies ergibt sich aus dem jüngst veröffentlichten Bericht des Bundes der Steuerzahler für das Jahr 2026. Hannover landet mit 1.583 Euro jährlich auf Platz fünf der teuersten Städte im bundesweiten Vergleich, während Bremen mit 1.509 Euro Platz sechs belegt.
Hohe Müllgebühren belasten Haushalte in Hannover
In den vergangenen zehn Jahren sind die Wohnnebenkosten in Hannover um 39 Prozent gestiegen. In keiner anderen Landeshauptstadt gab es einen derart hohen Anstieg. Bei der Abfallentsorgung ist Hannover bereits seit 2016 die teuerste aller Landeshauptstädte. Im Jahr 2026 liegen die Gebühren für die Abfallentsorgung in Hannover bei 417 Euro, was 133 Euro mehr ist als der Durchschnitt aller Landeshauptstädte von 284 Euro.
Zusammensetzung der berechneten Kosten
Der Bund der Steuerzahler hat in seiner Berechnung die Nebenkosten Trinkwasser, Schmutz- und Niederschlagswasser, Abfallentsorgung sowie den Rundfunkbeitrag als Wohnzusatzkosten zusammengefasst. Andere Nebenkosten wie beispielsweise Heiz- und Warmwasserkosten oder die Grundsteuer hat der Verband hingegen nicht einberechnet.
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