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Sinkende Pegelstände schränken Schifffahrt auf der Oberweser ein

Weil es zu wenig regnete, sinken die Wasserstände der Oberweser drastisch. Der gewerbliche Schiffsverkehr muss vorerst eingestellt werden.

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Kein Wasser, keine Schiffe. Zeit, das Paddelboot aus dem Schuppen zu holen. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Wasserstände der Oberweser sinken drastisch, sodass die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) in den kommenden Tagen mit Niedrigwasser rechnet. Dies hat unmittelbare Konsequenzen für den Schiffsverkehr, der teilweise eingestellt werden muss. Wie die Tagesschau berichtet, ist eine Entspannung der Lage vorerst nicht abzusehen.

In Hann. Münden im Landkreis Göttingen wird der Wasserstand laut den Vorhersagen bereits heute unter die schiffbare Mindesthöhe sinken. Der Pegelstand fiel von zuletzt 1,20 Meter am frühen Donnerstagmorgen auf 1,01 Meter, wobei am Ende der Woche sogar nur noch 60 Zentimeter erwartet werden. Weiter flussabwärts in Dörverden im Landkreis Verden wird sich der sinkende Wasserstand der WSV zufolge wohl erst am Wochenende bemerkbar machen. Zuerst hatte die "Deister- und Weserzeitung" berichtet.

Gewerblicher Schiffsverkehr vor dem Aus

Ein gewerblicher Schiffsverkehr wird damit laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) auf der Oberweser nicht mehr möglich sein. Kanus und Paddelboote können dagegen weiter fahren. Wann sich die Situation für den Schiffsverkehr entspannt, sei noch nicht abzusehen – es müssten schon langanhaltende und maßgebliche Regenfälle im Bereich der Zuflüsse eintreten, erklärte Fachbereichsleiter Jens Köhne vom WSA.

Niedriger Füllstand der Edertalsperre als Ursache

Grund für das erwartete Niedrigwasser ist die geringe Füllmenge der Edertalsperre in Nordhessen, wie die WSV erklärte. Normalerweise wird die Oberweser mit Wasser aus dieser Talsperre versorgt, um sie schiffbar zu halten. Derzeit liegt die Füllmenge des Reservoirs aber deutlich unter dem Durchschnitt: Statt der üblichen 155 Milliarden Liter Wasser befinden sich derzeit nur 40 Milliarden Liter darin. Weil es zu wenig regnete, musste die Talsperre schon früh viel Wasser an die Oberweser abgeben. Deshalb wird die Abgabe jetzt auf ein Minimum reduziert.

Gegenteiliger Trend an der Elbe

An der Elbe ist der Wasserstand derzeit ebenfalls niedrig und lag in Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg am Mittwochmittag bei 76 Zentimetern. Die Schifffahrt sei hier aber nicht eingeschränkt, teilte das Schifffahrtsbüro Lauenburg mit. Für die kommenden Tage ist an der Elbe außerdem wieder ein steigender Wasserstand vorhergesagt.

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