Deichbrand-Festival: Polizei verzeichnet deutlichen Rückgang der Straftaten
Mit nur 65 registrierten Delikten verlief das Musikfestival im Landkreis Cuxhaven aus polizeilicher Sicht friedlich. Das Sicherheitskonzept der Beamten hat sich laut der Einsatzleitung bewährt.
Das diesjährige Deichbrand-Festival ist aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig verlaufen. Die Polizeiinspektion Cuxhaven verzeichnete einen weiteren Rückgang der Straftaten auf dem Festivalgelände. Bis zum Montagmittag wurden lediglich 65 Delikte registriert, womit sich die Sicherheitskonzepte der Beamten bewährt haben. Beim Deichbrand-Festival am vergangenen Wochenende ging es aus polizeilicher Sicht insgesamt ruhig zu, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Die Polizeiinspektion Cuxhaven registrierte bis Montagmittag 65 Straftaten, im Vergleich zu 80 im Vorjahr und 90 im Jahr 2024. Dabei handelte es sich vor allem um festivaltypische Straftaten wie das Erschleichen von Leistungen durch Personen ohne Bändchen auf dem Gelände, einfache Körperverletzungen sowie eine geringe Anzahl an Diebstählen. „Die Gesamtkonzepte rund um Sicherheit und Kriminalität haben sich definitiv bewährt“, sagte Leiter der Polizeiinspektion Cuxhaven Andreas Lohmann. Bis zu 60.000 Besucherinnen und Besucher feierten friedlich und ausgelassen miteinander.
Sicherheitskonzept der nahbaren Polizei
„Die vielen Gespräche vor Ort zeigen eindeutig, dass wir mit unserem Konzept der nahbaren Polizei goldrichtig liegen und sich alle freuen, dass wir für sie da sind“, so Pressesprecher der Polizeiinspektion Cuxhaven Stephan Hertz. Die Beamten präsentierten auf dem Festival unter anderem ihre Ausbildungsberufe, spielten mit den Besuchern Gurkiball – eine alkoholfreie Variante des Trinkspiels Flunkyball – und ließen sich teilweise für eine Knochenmarkspende registrieren. So ließ sich Polizist Jan-Hendrik am Stand der DKMS registrieren.
Eigene Wache und Nachwuchswerbung
Die Polizei war auf dem Festivalgelände mit einer eigenen Wache vertreten, die während der fünftägigen Veranstaltung rund um die Uhr geöffnet war. Insgesamt waren 200 Ordnungshüter im Einsatz. Diese Einsatzkräfte kamen aus dem Landkreis Cuxhaven, aber auch aus Osnabrück, Braunschweig, Hannover, Oldenburg, Lüneburg sowie von der Polizeiakademie Niedersachsen. Letztere präsentierte sich mit einem Infomobil, um aktiv Nachwuchswerbung für den Polizeiberuf zu betreiben. „Stellenweise wurde der Stand regelrecht belagert“, sagte Polizeichef Andreas Lohmann zufrieden. Schwerwiegende Einsätze wie in den vergangenen Jahren hatte die Polizei nach eigenen Angaben nicht zu verzeichnen. So war 2025 ein 36 Jahre alter Mann auf dem Festival verstorben – nach Angaben der Beamten ohne Anzeichen für ein Fremdverschulden. Im Jahr davor war eine Vergewaltigung auf dem Festivalgelände angezeigt worden. Ein Tatverdächtiger konnte bis heute nicht ermittelt werden.
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