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Bachblyten-Festival: Schwere Anschuldigungen gegen Teammitglied vor dem Start

Kurz vor dem Beginn des Bachblyten-Festivals auf dem Flugplatz Schwesing sorgen Vorwürfe sexualisierter Gewalt für Unruhe. Die Veranstalter haben bereits personelle Konsequenzen gezogen.

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Das diesjährige Bachblyten-Festival auf dem Gelände des Flughafens in Schwesing wird von schweren Anschuldigungen überschattet. Kurz vor dem Start des Musikfestivals wurden Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen ein Mitglied des Organisationsteams laut. Die Veranstalter reagierten mit dem Ausschluss der betroffenen Personen, während erste Künstler ihre Auftritte abgesagt haben.
Das Festival, zu dem rund 3000 Besucher erwartet werden, soll an diesem Freitag um 16 Uhr mit dem „Sunset Opening“ beginnen. Doch im Vorfeld haben die Hamburger DJs Punching Polly und Sophie Cut ihre geplanten Auftritte kurzfristig abgesagt. Auf Instagram teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung vom Montag mit, dass sie nicht mehr beabsichtigen, beim Festival aufzulegen, da sie erst jetzt von den Vorwürfen erfahren hätten. „Bei Fragen wendet euch bitte an Bachblyten und fordert ein Statement ein.“, so die DJs, die ihr Statement mit den Worten schlossen: „Für alle, die das Festival besuchen: Passt auf euch auf!“

Absagen von Künstlern und personelle Konsequenzen

Die für das Festival verantwortliche Blytenstaub UG mit Sitz in Schleswig wies die Anschuldigungen am Montag zunächst als falsch zurück. Mittlerweile hat das Unternehmen dieses Dementi jedoch widerrufen. Wie die shz berichtet, wurden sämtliche Personen, die nach aktuellem Stand mit den Vorwürfen sexualisierter Gewalt in Verbindung stehen – einschließlich einer Person mit leitender Funktion –, mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben entbunden und von der weiteren Mitwirkung am Festival ausgeschlossen. Nach Angaben der Kripo in Flensburg liegt bislang keine Anzeige vor, weshalb aktuell nicht ermittelt wird.

Veranstalter kündigen Aufarbeitung an

In einer E-Mail von Donnerstagmittag teilten die derzeitigen Veranstalter mit, dass ihr Statement auf Instagram ihren derzeitigen Kenntnis- und Entscheidungsstand wiedergebe. „Wir nehmen die Situation sehr ernst und werden uns unmittelbar nach dem Festival um eine umfassende und sorgfältige Aufarbeitung bemühen.“, erklärten die Organisatoren, die dafür auch externe Hilfe einholen wollen. Zudem hieß es gegenüber der Redaktion: „Von weitergehenden Aussagen zu einzelnen Personen, zu noch nicht abschließend geklärten Sachverhalten oder zu möglichen weiteren Beteiligten sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt ab.“ Das Team arbeite derzeit mit großem Einsatz daran, einen sicheren und geordneten Ablauf zu gewährleisten.

Hintergründe zum Festival

Das dreitägige Festival bietet laut eigenen Angaben auf vier Bühnen eine Mischung aus elektronischer und psychedelischer Musik, Techno, Goa, Drum & Bass, Indie Dance und House sowie ein interaktives Rahmenprogramm. Nach der letztjährigen Auflage hatte der langjährige Veranstalter erklärt, dass es nach 15 Jahren das letzte Festival unter seiner Leitung sein werde. Hintergrund waren wirtschaftliche Schwierigkeiten und steigende Kosten.

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