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Provisorische Pontonbrücke in Bremerhaven für Passanten freigegeben

Die neue, provisorische Pontonbrücke in den Bremerhavener Havenwelten stößt bei Fußgängern, Radfahrern und Rollstuhlfahrern auf überwiegend positive Resonanz. Trotz kleinerer Kritikpunkte erleichtert die barrierearme Konstruktion den Alltag nach der Sperrung der Klappbrücke erheblich.

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Hauptsache trocken rüberkommen. Zollkontrollen im Container brauchen wir aber nun wirklich nicht. — Rocky, Chefkolumnist
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Die wochenlange Sperrung der Klappbrücke in den Bremerhavener Havenwelten hat ein Ende gefunden. Eine provisorische, barrierearme Pontonbrücke ermöglicht Passanten nun wieder den direkten Weg über den Neuen Hafen. Erste Nutzer zeigen sich trotz kleinerer Einschränkungen und Restarbeiten überwiegend zufrieden mit der pragmatischen Lösung.
Die wochenlange Sperrung der Klappbrücke hat viele Bürger geärgert, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Die Hafenkaje und vor allem die tragenden Holzpfähle waren im Frühjahr von der Bohrmuschel stark beschädigt worden, weshalb die Sperrung unvermeidlich wurde. Nico Frenzel, ein 31-jähriger Bremerhavener, schiebt sein Fahrrad über die provisorische Pontonbrücke und nutzt die Strecke täglich zwischen seiner Arbeit im Sail City Hotel Bremerhaven und seiner Wohnung in der Alten Bürger. „Das ist doch eine super Lösung“, sagt er zufrieden. Zuvor musste er um den Neuen Hafen herumfahren und an der Schleuse warten. „Das war schon eine kleine Katastrophe“, so Frenzel.

Erleichterung trotz Restarbeiten

Die Arbeiten an der Pontonbrücke sind zwar noch nicht komplett abgeschlossen. Zu Beginn der Woche verschraubten zwei Mitarbeiter noch die letzten Brückenteile. Da die Konstruktion jedoch fast vollständig war und viele Passanten sich von der anfänglichen Sperrung nicht stoppen ließen, duldeten die Behörden die Nutzung bereits vorab. Auf mehreren Schildern steht allerdings deutlich der Hinweis: „Betreten auf eigene Gefahr“.

Kritik an Warnschildern und Programmänderungen

Diese pragmatische Lösung gefällt jedoch nicht jedem. Michael Geißler äußert sich wenig begeistert: „Was soll das Schild? Dann hätten sie einfach die Klappbrücke offen lassen und das Schild dort anbringen können“. Zudem ärgert er sich darüber, dass das Feuerwerk bei den Maritimen Tagen aus Sicherheitsgründen abgesagt wurde, da seine Tochter extra aus Sachsen-Anhalt anreist. Dennoch räumt er ein: „Die Lösung ist besser als nichts“. Die Maritimen Tage müssen insgesamt abgespeckt werden. Rund um das Klimahaus werden keine Stände stehen, da der Platz als Zufahrt benötigt wird. Die Absage des Feuerwerks soll verhindern, dass sich zu viele Menschen im Dunkeln in den Havenwelten aufhalten.

Barrierefreier Zugang für alle Generationen

Die meisten Passanten äußern sich grundsätzlich positiv über die improvisierte Brücke. Eine ältere Rentnerin aus Bremerhaven, die mit ihrem Rollator gut die Rampe hinaufkommt, freut sich über den kurzen Weg am Hafenbecken. „Ich finde das wunderbar“, sagt sie. „Es wurde ja viel geredet, und ich war erst auch nicht so begeistert. Aber jetzt muss ich sagen, dass das prima gelungen ist“. Das Ehepaar Weber aus Bremen wundert sich ebenfalls positiv über die Konstruktion. „Wir haben uns in dem Container gefühlt wie in einem Kreuzfahrtterminal. Wir haben schon nach dem Zoll gesucht“, scherzen die beiden, die bereits mehrere Kreuzfahrten ab Bremerhaven unternommen haben. Auch Thomas Bisewieg aus Bassen, 61 Jahre alt, der an diesem Tag einem Bekannten aus Singapur die Havenwelten zeigt, gelangt mit seinem Rollstuhl problemlos über die meterlangen Rampen. „Kein Problem!“, stellt er fest. Zwei ältere Damen aus Bremerhaven loben die Zugänglichkeit ebenfalls, merken jedoch kritisch an, dass die glänzenden Metallplatten bei bestimmtem Sonnenstand stark blenden. Insgesamt überwiegt jedoch die Zustimmung bei den Bremerhavenern und Gästen.

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