Neustart in der Papierfabrik Neumünster: Restaurant „Speisesaal“ eröffnet im August
Nach dem schnellen Aus des Vorgängers wagt die Papierfabrik Neumünster mit dem neuen Restaurant „Speisesaal“ einen Neuanfang. Das Konzept setzt auf deutsche Küche, regionale Produkte und ein bekanntes Team.
Nachdem das Restaurant „Trenta Quattro“ im Februar dieses Jahres nur ein halbes Jahr nach der Eröffnung schließen musste, kündigte Eigentümer Ulf Wachholtz an, in Eigenregie ein neues gastronomisches Angebot aufbauen zu wollen. „Chancen sind hier durchaus zu finden“, sagte er damals, wie die shz berichtet. Zuvor war das Restaurant „Blechnapf“ an diesem Standort mehr als 25 Jahre lang erfolgreich. Voraussichtlich am 15. August soll nun der „Speisesaal“ mit einer Eröffnungsparty an den Start gehen. Bereits ab dem 1. August ist ein Soft Opening geplant. „Ab 1. August beginnen wir bereits mit einem Soft Opening, um unsere Prozesse durchzuspielen“, berichtet Projektleiter Francesco Bornholt, betont aber auch: „Unsere ersten Gäste ab 1. August sind keine Versuchskaninchen. Sie bekommen das volle Speisesaal-Programm.“
Modern interpretierte deutsche Küche und Holstein-Tapas
In der Küche an der Gartenstraße 10 laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Die Köche Nico, Karafa und Lasse testen derzeit die geplanten Gerichte. Das neue Konzept bricht mit der farbenfrohen Gestaltung des Vorgängers: Der Gastraum wurde farblich gedämpft und Dekoelemente wurden entfernt. Kulinarisch verabschiedet sich der Betrieb von der italienischen Küche und setzt stattdessen auf ehrliche deutsche Gerichte sowie das Flair einer Schankwirtschaft. „Wir verstehen uns als offener Treffpunkt. Vom Treffen mit Freunden auf ein Bier oder einen Cocktail, dazu Holstein-Tapas zum Snacken, über ein nettes Abendessen mit der Familie bis zum Geschäftsessen – jeder ist bei uns willkommen“, sagt Projektleiter Francesco Bornholt.Ein zentraler Bestandteil des Konzepts sind die sogenannten Holstein-Tapas. Bornholt beschreibt diese als „Regionale Kleinigkeiten zum Snacken als Alternative zum klassischen Menü“, womit das Restaurant dem Sharing-Trend entsprechen möchte. Alternativ gibt es eine monatlich und saisonal wechselnde À-la-carte-Karte. Ein wöchentlich wechselnder Mittagstisch wird von dienstags bis donnerstags angeboten, ergänzt durch dauerhafte Signature-Gerichte. Sonntags und montags bleibt das Restaurant für geschlossene Gesellschaften und Events reserviert. Die genauen Preise und Öffnungszeiten stehen noch aus.
Fokus auf Regionalität und bekannte Gesichter
Der „Speisesaal“ setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Die angebotenen Limonaden sind hausgemacht, das Tafelwasser stammt direkt aus Neumünster. Als Hommage an den früheren Brauereistandort umfasst die Bierkarte Holsten und Carlsberg. Die Weine werden über eine Kooperation mit der Weinvertikale aus Neumünster bezogen. „Wir haben eine Kooperation mit der Weinvertikale aus Neumünster. Darüber freuen wir uns sehr. Es wird in Zukunft auch Tastings bei uns geben“, sagt Francesco Bornholt. Weitere regionale Partnerschaften sind in Planung.Das Personal für das neue Restaurant steht bereits weitgehend fest. Als Restaurantleiter im Speisesaal wird Johann Zahnow fungieren, der ehemalige Betreiber des geschlossenen Gasthauses „Kontraste“. Die gesamte ehemalige Crew des „Kontraste“ hat im neuen Betrieb eine Anstellung gefunden. „Wir haben auch die junge Auszubildende übernommen, die im Kieler Yachtclub ihre Ausbildung beenden kann und dann von uns übernommen wird“, erklärt Bornholt. Mit dem neuen Angebot soll dem Wunsch vieler Bürger nach einer Rückkehr der Gastronomie in die Papierfabrik entsprochen werden. „Das geht auch hier“, sagt Francesco Bornholt mit Blick darauf, dass für gutes Essen niemand nach Kiel, Bad Segeberg oder Hamburg fahren müsse.