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Land fördert neue Montagehalle für Windkraft-Zulieferer in Cuxhaven

Das dänische Unternehmen Jupiter Bach erhält eine Landesförderung in Höhe von 650.000 Euro für den Bau einer neuen Produktionsstätte. Der neue Standort entsteht in direkter Nachbarschaft zum Hauptkunden Siemens Gamesa.

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Na, bei dem Wind hier oben lohnt sich so ein Gondelbau ja auch. — Rocky, Chefkolumnist
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Das Land Niedersachsen unterstützt den Bau einer neuen Fertigungshalle des dänischen Unternehmens Jupiter Bach in Cuxhaven mit Fördermitteln. Den entsprechenden Bescheid über 650.000 Euro übergab Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne am Montag persönlich auf dem Betriebsgelände. Die Gesamtinvestition für das neue Werk nahe dem Turbinenhersteller Siemens Gamesa beläuft sich auf bis zu 4,5 Millionen Euro.
„Wir sind froh über die Nachricht, dass der Neubau unserer Produktionsstätte jetzt eine Förderung des Landes erhalten wird“, sagte Standortleiter Johannes Sattinger vor der offiziellen Übergabe des Ministers, berichtet die Nordsee-Zeitung.
Für Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne war der Termin zugleich ein Zeichen für die Entwicklung des Industriestandortes Cuxhaven. „Für mich sind das schöne und spannende Termine, weil man sehen kann, was sich hier in Niedersachsen und speziell in Cuxhaven alles bewegt“, sagte Tonne. Besonders hob er die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Stadt und dem Hafenbetreiber Niedersachsen Ports hervor. Gerade in Cuxhaven habe es zuletzt mehrere Förderbescheide gegeben - und wenn es nach Oberbürgermeister Uwe Santjer geht, dürften es künftig gerne noch einige mehr werden.

Enge Zusammenarbeit im Hafen

Auf dem Betriebsgelände sind die ersten Vorbereitungen bereits sichtbar. Ein befestigter Weg und eine Lagerfläche sind fertiggestellt. „Hier werden die fertigen Bauteile zwischengelagert, sodass Siemens Gamesa sie bei Bedarf abholen kann“, erklärte Sattinger. Jupiter Bach fertigt als Systemlieferant für Siemens Gamesa sogenannte Gondelkeller - das Unterteil beziehungsweise Fundament der Gondel einer Windkraftanlage. Aktuell produziert das Unternehmen vier dieser Bauteile pro Woche. Da der Bau der eigenen Produktionshalle noch einige Zeit in Anspruch nimmt, hat die Wirtschaftsförderung eine Übergangslösung bei Cuxport vermittelt. Dort laufen derzeit die Montagearbeiten, während an der Baumrönne die eigene Produktionsstätte entsteht. Für Sattinger ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie eng die Akteure im Hafen inzwischen zusammenarbeiten.

Montagehalle von 1.000 Quadratmetern

Deutlich sichtbar ist bereits das Bürogebäude, das künftig Platz für rund 15 Mitarbeiter bieten soll. Es entsteht in unmittelbarer Nähe zum Drohnencampus des Fraunhofer-Instituts. „Spätestens Anfang nächsten Jahres wollen wir die Einweihung feiern“, kündigte Sattinger an. Erst Mitte April habe die Produktion begonnen. „Jetzt liefern wir bereits vier Bauteile pro Woche. Das ist ein guter Anfang.“ Die Komponenten stammen aus dem Mutterwerk in der Nähe von Stettin und werden in Cuxhaven montiert.
Dass sich das Unternehmen bewusst für den Standort unmittelbar neben seinem Kunden entschieden hat, erläuterte Head of Operational Excellence Per Olesen. „Je näher wir am Kunden sind, desto zufriedener ist er“, sagte er und erklärte das Konzept des Unternehmens: „Unser globales Produktionsnetzwerk bietet die Flexibilität und Kundennähe, die erforderlich sind, um die Herausforderungen der Branche zu meistern. Durch unsere Produktion in Kundennähe gewährleisten wir kurze Reaktionszeiten, eine hohe Stabilität der Lieferkette und gleichbleibende Qualität.“
Cuxhaven ist inzwischen der sechste Montagestandort von Jupiter Bach weltweit. Zu den Kunden von Jupiter Bach gehören nahezu alle namhaften Hersteller von Windkraftanlagen und deren Komponenten. Nach Unternehmensangaben sind weltweit rund 40 Prozent aller Windkraftanlagen mit Bauteilen von Jupiter Bach ausgestattet. Dem Bau der zunächst rund 1.000 Quadratmeter großen Montagehalle steht nach der Förderzusage nun nichts mehr im Wege. Bereits bei der Planung wurde berücksichtigt, dass sich das Gebäude bei Bedarf um weitere 1.000 Quadratmeter erweitern lässt.

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