Kunstdiebstahl aus historischer Windmühle auf Amrum
Aus der historischen Windmühle in Nebel auf Amrum wurde ein wertvolles Bild entwendet. Die Tat erschüttert das jahrzehntelange Vertrauen der Aussteller und des Mühlenvereins.
Aus der historischen Windmühle in Nebel auf Amrum ist ein wertvolles Kunstwerk gestohlen worden. Die Tat ereignete sich vermutlich während der regulären Öffnungszeiten zwischen dem 16. und 17. Juli. Der Vorfall erschüttert das jahrzehntelange Vertrauen zwischen Besuchern und Ausstellern auf der Insel zutiefst.
Der Diebstahl der „Windskulptur III“ ereignete sich im Zeitraum zwischen Donnerstagnachmittag, 16. Juli, und Freitagnachmittag, 17. Juli. Das quadratische Bild misst 35 mal 35 Zentimeter und wurde in einer feinen Mischtechnik aus Tusche, Aquarell und Farbstift geschaffen. Die Künstlerin Kerstin Friedrichs, eine freiberufliche Malerin und Designerin aus Liebenau, die an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover studiert hat, zeigt sich tief betroffen. „Das Bild habe ich mit Tusche, Aquarell und Farbstift hergestellt. Das kostet und nimmt viel Zeit in Anspruch. Ich bin von weit her angereist – und nun das? Der Verlust des Bildes macht nachdenklich und traurig“, äußert sich die Künstlerin sichtlich bewegt zur Tat.
Erschüttertes Vertrauen und Sicherheitsmaßnahmen
Für den Verein zur Erhaltung der Amrumer Windmühle wiegt der Verlust schwer, wie die shz berichtet. Mühlenbesitzer Volker Langfeld findet deutliche Worte für den Vorfall: „Bisher ist so etwas bei den Ausstellungen in der Mühle noch nie passiert. Das Vertrauen ist weg. Sollen wir jetzt jeden Besucher der Mühle durchsuchen, damit das nicht noch mal passiert?“ Dabei gelten in der Mühle bereits Sicherheitsvorkehrungen, nach denen Taschen und Rucksäcke am Eingang abgelegt werden müssen. Dennoch gelang es dem unbekannten Täter, das Bild unbemerkt aus der Sommerausstellung zu entwenden. Der Mühlenverein hat umgehend Anzeige erstattet.
Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung
Da das Werk durch seine filigranen Linien und kraftvollen Formen sehr charakteristisch ist, dürfte ein unbemerkter Weiterverkauf oder eine öffentliche Präsentation kaum möglich sein. Den Ermittlern liegt ein Foto des gestohlenen Bildes vor. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die zwischen dem 16. und 17. Juli im Bereich der Windmühle verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Gefragt wird nach Personen mit größeren Taschen oder Mappen sowie nach Hinweisen, ob das Bild seit dem 17. Juli zum Kauf angeboten wurde. Hinweise nimmt die Polizeistation Amrum unter der Telefonnummer 04682 7189970, über den Polizeinotruf 110 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.