Kritik an kurzfristigen Schließungen der Sauna in Eckernförde
Besucher der Sauna „Hot Spot“ beschweren sich über unangekündigte Schließungen und mangelnde Informationen. Der Betreiber verweist auf Personalmangel und technische Defekte.
Erst kalt, dann heiß vor Wut – so spart man sich den Aufguss.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Sauna „Hot Spot“ im Meerwasserwellenbad in Eckernförde sorgt bei Besuchern derzeit für erheblichen Ärger. Grund dafür sind unregelmäßige Schließungen und eine mangelhafte Kommunikation über die tatsächlichen Öffnungszeiten. Der Betreiber, die Stadtwerke SH, verweist auf unvorhersehbare technische Defekte und kurzfristigen Personalmangel. Seit vielen Jahren geht der Eckernförder Dieter Zeller (Name von der Redaktion geändert) einmal in der Woche in die Sauna „Hot Spot“ im Meerwasserwellenbad in Eckernförde. Doch so richtig Entspannung will derzeit bei ihm nicht einsetzen, zu groß ist der Ärger. Der Grund sind die unregelmäßigen Schließungen und die Kommunikation über die Öffnungszeiten, womit er nicht alleine ist. „Anfang Juli war die Anlage nach sechs Wochen endlich wieder geöffnet“, schreibt der Saunagänger, wie die shz berichtet. Doch als er am 7. Juli im Eingangsbereich stand, habe ihn der „Schlag getroffen. Ich durfte nicht hinein und viele andere Saunagäste ebenfalls nicht.“ Wieder sei nach sechswöchiger Instandsetzung nur eine Sauna „teilweise oder gar nicht in Betrieb“. Laut dem Eckernförder konnte sich somit nur eine geringere Personenanzahl als üblich aufhalten.
Kritik an der Informationspolitik im Internet
Auch in den Bewertungen der Sauna im Internet ist von Öffnungszeiten die Rede, die sehr kurzfristig geändert und nur vor Ort verkündet werden. „Auf der Homepage keine Informationen, dass der Laden geschlossen hat. Man fährt eine Stunde hin und steht vor verschlossener Tür“, kritisiert eine Besucherin in den Google-Rezensionen. Eine andere schreibt: „Ich hatte in den Rezensionen gelesen, dass es vorkam, dass Gäste vor verschlossener Tür standen und es auf der Webseite nicht angegeben war. Ich hatte sehr gehofft, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Nun bin ich lange angereist und stehe vor verschlossener Tür. Sie haben ganze vier Wochen geschlossen und es gibt nirgendwo einen Hinweis – außer einen Zettel am Eingangsbereich. Und bei Google steht „geöffnet“. Ich bin echt sauer und ich finde, so etwas geht gar nicht.“
Stadtwerke SH begründen die Ausfälle
Betreiber des Meerwasserwellenbades in Eckernförde und damit auch der Sauna „Hot Spot“ sind die Stadtwerke SH. „Wir können gut nachvollziehen, dass es für unsere Gäste ärgerlich ist, wenn die Sauna kurzfristig nicht genutzt werden kann – insbesondere, wenn sie extra dafür unser Bad besuchen“, erklärt Sprecherin Sabine Windmann-Scheffer. „Leider lassen sich nicht alle Schließungen planen und im Vorwege ankündigen“, so die Stadtwerke-Sprecherin weiter. Als ein Beispiel nennen die Stadtwerke den Fall, dass die Sauna an einem Tag vier Stunden früher schließen musste, weil Personal kurzfristig ausgefallen war. „In der letzten Woche waren defekte Relais Grund dafür, dass die Sauna für zwei Tage außer Betrieb genommen werden musste. Aktuell ist die Schneekabine im Saunabereich geschlossen, da wir auf die Lieferung eines Bauteils warten.“ Wenn solche Defekte auftreten, müsse sofort gehandelt werden, um den regulären und sicheren Betrieb schnell wieder aufzunehmen. Laut Windmann-Scheffer werden die entsprechenden Informationen auf der Internetseite des Meerwasserwellenbades eingestellt, sobald die ungeplanten Einschränkungen bekannt sind.
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