Frühes Saisonende für Erdbeeren in Schleswig-Holstein
Die Erdbeersaison in Schleswig-Holstein neigt sich wetterbedingt vorzeitig dem Ende zu. Die Erzeuger ziehen eine durchwachsene Bilanz, da die Hitze die Erntezeit verkürzte.
Die Erdbeersaison in Schleswig-Holstein endet in diesem Jahr früher als sonst, wie die Tagesschau berichtet. Die Hitze hatte dafür gesorgt, dass die Früchte früher reif waren und die Erntezeit kürzer ausfiel. Viele Verkaufshäuschen sind bereits abgebaut, und die vorläufige Bilanz der Betreiber fällt durchwachsen aus.
Schwieriges Wetter verkürzt die Verkaufszeit
Vom Erdbeerhof Glantz in Delingsdorf im Kreis Stormarn heißt es beispielsweise, dass das Wetter – erst sehr heiße, dann kühlere Tage – schwierig gewesen sei. Durch die Hitze waren die späten Erdbeer-Sorten demnach eher reif, was die Verkaufszeit verkürzt habe. Inzwischen seien nur noch zehn Prozent seiner insgesamt rund 240 Stände in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt geöffnet, sagte Glantz der Deutschen Presse-Agentur. Alle anderen Stände sind nach seinen Worten bereits abgebaut.
Industrie statt Direktverkauf
Auch beim Erdbeerhof Jensen in Sörup im Kreis Schleswig-Flensburg spricht der Betreiber von einem durchschnittlichen bis gutem Ertrag. Wegen des Wetters sei die Erntezeit jedoch um rund eine Woche verkürzt gewesen, wodurch Verkaufstage fehlten. Weil die reifen Früchte schnell weg mussten, seien größere Mengen als sonst an die Industrie gegangen – zum Beispiel für Marmelade.
Jensen verkauft an seinen Ständen in Angeln, Flensburg, Schleswig und an der Ostküste sowie in Nordfriesland noch bis Ende Juli, die ersten werden aber auch schon abgebaut. Die Zeit für Selbstpflücker endete bei Jensen in diesem Jahr ebenfalls früher.