Feuerwehreinsatz in Rendsburg: Yacht-Bug brennt bei Entsorgungsarbeiten
Auf dem ehemaligen Nobiskrug-Werftgelände in Rendsburg ist der Bug der bereits 2024 ausgebrannten Yacht „Honolulu“ in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte das Feuer, das bei Zerkleinerungsarbeiten ausbrach, erfolgreich löschen.
Am Mittwochnachmittag ist die Feuerwehr zu einem Einsatz auf dem Gelände der ehemaligen Werft Nobiskrug in Rendsburg ausgerufen worden. Dort geriet der Bug der bereits im Jahr 2024 ausgebrannten Yacht „Honolulu“ bei Entsorgungsarbeiten in Brand. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer löschen, Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, 22. Juli, an der Kieler Straße in Rendsburg, wie die shz berichtet. Erste Aufnahmen zeigten die Feuerwehr beim Versuch, das Schiffsteil mit Löschschaum zu löschen. Bei dem betroffenen Objekt handelt es sich um den Bug der Yacht „Honolulu“, die vor zwei Jahren auf der Lürssen-Werft in Brand geraten war.
Hintergründe zur Werft und dem Schiffsteil
Nach der Insolvenz und dem Rückzug des Investors Lars Windhorst im Dezember 2024 gehört der traditionsreiche Nobiskrug-Standort an der Eider in Rendsburg seit Februar 2025 zum Schiffsbauunternehmen Lürssen. Die „Honolulu“ war zuvor bei einem verheerenden Großbrand im Jahr 2024 am Lürssen-Standort in Schacht-Audorf zerstört worden. Der Bug des Schiffes wurde später zum Standort an der Kieler Straße transportiert, um dort zerkleinert und anschließend entsorgt zu werden. Nach Angaben der Werft geriet das Schiffsteil bei diesen Arbeiten in Flammen.
Herausforderungen beim Löscheinsatz
Augenzeugen berichteten von einer weithin sichtbaren, starken Rauchentwicklung über dem Werftgelände zu Beginn des Einsatzes. Um die Flammen an dem Stahlkonstrukt gezielt zu bekämpfen, setzten die Einsatzkräfte unter anderem Schaum von einer Drehleiter aus ein. Parallel dazu spürten mehrere Trupps unter Atemschutz direkt auf dem Schiff Glutnester im Inneren der Konstruktion auf und löschten diese ab. Besondere Vorsicht war geboten, da sich in unmittelbarer Nähe zum Brandort ein Lagerbereich mit zahlreichen Gasflaschen befindet.
Rückblick auf den Brand im Jahr 2024
Bereits beim Brand am 2. Juli 2024 waren 420 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen in einer Halle zu bekämpfen. Auch damals gab es keine verletzten Personen, jedoch wurden Decke und Wände der Halle schwer beschädigt. In der Halle befand sich die 75 Meter lange Superyacht mit dem Projektnamen „Honolulu“. Die Ermittlungen ergaben vor einem Jahr, dass das Feuer vermutlich bei Arbeiten auf dem Lower Deck im Bereich von Kabine 6 der Yacht ausbrach. Zu diesem Zeitpunkt fanden dort keine Arbeiten mit großer Hitzeentwicklung wie Schweißarbeiten statt. Die Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass sich der Akku eines dort genutzten Akkuwerkzeugs entzündet hatte.
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