Wissenschaftliche Studie zum Goldafter auf Sylt gestartet
Forscher der Universität Göttingen untersuchen in einer vierjährigen Studie die Ausbreitung des Goldafters auf Sylt. Trotz des Rückgangs der Raupen bleibt die Gefahr durch giftige Brennhaare bestehen.
Auf der Nordseeinsel Sylt hat ein neuer Abschnitt im Kampf gegen den Schädling Goldafter begonnen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben eine auf vier Jahre angelegte Studie gestartet, um die Ausbreitung der Falter und Raupen zu untersuchen. Ziel der Forschung ist es, wissenschaftliche Grundlagen für eine dauerhafte Eindämmung des Schädlings zu schaffen. Wochenlang war der Goldafter eines der beherrschenden Themen auf Sylt, da die Brennhaare der Raupen zu Hautreizungen und Atemwegsbeschwerden führten. Bauhöfe, Gemeinden und zahlreiche Helfer befanden sich im Dauereinsatz, wie die shz berichtet. Seit Montag sind nun Wissenschaftler der Universität Göttingen auf der Insel aktiv, um die Ursachen für die starke Ausbreitung des Schädlings zu erforschen und künftige Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.
Erste Untersuchungen laufen an
Die ersten Untersuchungen der Forscher laufen an verschiedenen Orten auf Sylt an. Dabei erfassen sie die Entwicklung der Population, die bevorzugten Lebensräume sowie die natürlichen Faktoren, die die Ausbreitung des Goldafters beeinflussen. „In diesem Forschungsprojekt geht es darum, die Populationsdynamik, die Lebensraumfaktoren und die natürlichen Regulationsmechanismen des Goldafters genau zu verstehen“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Martin Schebeck von der Universität Göttingen. Die gewonnenen Daten sollen der Inselverwaltung künftig als wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage dienen.
Auch auf der Insel selbst setzt man große Hoffnungen in das gemeinsame Projekt. „Die aktuellen Erhebungen schaffen die Grundlage für alle weiteren Schritte. Wir wollen uns wissenschaftlich gut aufstellen, um künftige Herausforderungen sachlich und verantwortungsvoll bewältigen zu können“, sagt Amtsvorsteher Kai Müller.
Gefahr durch Brennhaare bleibt bestehen
Obwohl derzeit deutlich weniger Raupen auf Sylt zu sehen sind, bedeutet dies keine Entwarnung. Viele Tiere haben sich bereits verpuppt oder befinden sich mitten in diesem Prozess. Die gefährlichen Brennhaare bleiben jedoch noch längere Zeit in der Natur zurück und können in alten Gespinsten, auf Pflanzen oder am Boden weiterhin Hautreizungen, allergieähnliche Reaktionen oder Atemwegsbeschwerden auslösen. Besondere Vorsicht ist daher weiterhin bei Gartenarbeiten oder beim Rückschnitt von Sträuchern geboten.
Aktuell schlüpfen die weißen Nachtfalter mit ihrem goldbraunen Hinterleib, die stark von Licht angezogen werden. Da Außenlampen an Häusern, Terrassen oder Gärten die Falter anlocken, an denen die Weibchen ihre Eier ablegen, empfiehlt die Inselverwaltung, die Außenbeleuchtung in den kommenden Wochen möglichst nur bei Bedarf einzuschalten. Die Straßenbeleuchtung wird als weniger problematisch eingestuft, da ihre Leuchtmittel deutlich weniger Blaulicht abgeben. Parallel zur wissenschaftlichen Studie bleibt das digitale Infoportal für Goldafter-Funde bestehen, um die Ausbreitung des Schädlings weiter nachzuvollziehen.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.