Polizei warnt vor betrügerischen Haustürgeschäften
Falsche Handwerker versuchen regelmäßig, mit überteuerten Angeboten und Einschüchterungen vor allem ältere Menschen zu betrügen. Die Polizei rät zur Wachsamkeit und verweist auf das gesetzliche Widerrufsrecht.
Die Polizei warnt eindringlich vor betrügerischen Handwerkern, die an Haustüren minderwertige oder überteuerte Dienstleistungen anbieten. Besonders ältere Menschen stehen im Visier der Täter, die oft mit Einschüchterungen oder Ablenkungsmanövern arbeiten. Um sich vor finanziellem Schaden zu schützen, sollten Betroffene wachsam sein und ihre Rechte kennen. Regelmäßig vermeldet die Polizei Betrügereien, bei denen falsche Handwerker versuchen, bevorzugt ältere Mitbürger um ihr Geld zu bringen. Wer Dienstleistungen rund um Haus und Garten direkt an der Haustür angeboten bekommt, sollte diesen mit Skepsis gegenübertreten, berichtet die Nordsee-Zeitung. Solche Besuche können für die Betroffenen schnell sehr teuer werden.
Konkrete Fälle im Landkreis Stade und in Schiffdorf
Die Polizei im Landkreis Stade erhält beispielsweise regelmäßig Hinweise auf Personen, die derartige Haustürgeschäfte anbieten. In einem aktuellen Fall aus Mittelnkirchen sollte eine 83-jährige Frau 7.000 Euro für das Mähen eines kleinen Rasenstücks und wenige Meter Heckenschnitt bezahlen. Die Seniorin händigte den Tätern bereits mehrere tausend Euro Bargeld aus, bevor das Einschreiten einer Angehörigen die Zahlung der vollständigen Summe verhinderte. In Schiffdorf wiederum meldete sich ein 74-Jähriger bei der Polizei, nachdem er von zwei Männern bedroht worden war. Diese hatten Wochen zuvor Reparaturen am Haus angeboten, die jedoch unzureichend und vollkommen überteuert ausgeführt wurden. Als der Senior weitere Zahlungen verweigerte, sprachen die Männer Drohungen aus.
Die Maschen der Täter und Vorfälle in Rotenburg
Angebote für Gartenarbeiten, Pflasterungen oder Dachreinigungen an der Haustür erweisen sich in der Regel als unseriös. Die Täter zielen darauf ab, schnelle Aufträge zu überhöhten Preisen zu ergattern oder sich unter einem Vorwand Zutritt zum Haus zu verschaffen, um Wertgegenstände zu stehlen. In Rotenburg erstattete eine 85-Jährige Anzeige, nachdem drei Männer ihr die Reinigung der Terrassenfliesen angeboten hatten. Für ein gereinigtes kleines Stück verlangten sie 150 Euro und erkundigten sich anschließend gezielt nach Schmuck und Wertgegenständen. Da die Seniorin nicht darauf einging, blieb es beim Versuch; die Polizei vermutet jedoch die Absicht eines Diebstahls.
Schutzmaßnahmen und gesetzliche Rechte
Viele Täter suchen gezielt ältere Menschen aus, um sie an der Haustür zur Unterschrift unter Verträge zu drängen, wobei sie oft mit angeblichen Schnäppchen locken oder sich als Mitarbeiter seriöser Firmen ausgeben. Um ein unbefugtes Eindringen zu verhindern, empfiehlt die Polizei die Nutzung von Türketten oder anderen Sicherungseinrichtungen. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass an der Haustür abgeschlossene Verträge innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen und ohne Verpflichtungen schriftlich widerrufen werden können.
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