Personalmangel bei der Flensburger DLRG gefährdet Strandbewachung
Die DLRG in Flensburg kämpft mit Nachwuchsproblemen bei der gesetzlich vorgeschriebenen Strandbewachung. Sollten sich nicht genügend qualifizierte Rettungsschwimmer finden, drohen zeitweise Schließungen von Stationen.
Nasser Hintern gesucht: Wer retten will, muss eben erst mal schwimmen lernen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die gesetzlich vorgeschriebene Bewachung der Flensburger Strände steht in der Sommersaison vor personellen Herausforderungen. Da qualifizierte Rettungsschwimmer zunehmend knapp werden, drohen im Ernstfall Schließungen von Stationen trotz bestem Badewetter. Um den Betrieb an den Küsten aufrechtzuerhalten, sucht die DLRG nun verstärkt nach Nachwuchs und bietet Einstiegsmöglichkeiten für Interessierte. Während der Sommerferien bewachen Rettungsschwimmer täglich das Ostseebad und den Strand in Solitüde, um für Sicherheit an Flensburgs Küste zu sorgen. „An Stränden mit regem Badebetrieb ist eine Bewachung gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Die rechtliche Grundlage dafür bilden das Badesicherheits- und Wasserrettungsgesetz sowie die Badesicherheitsverordnung. Das zuständige Ordnungsamt der Stadt Flensburg hat diese Aufgabe der DLRG übertragen.
Doch die Besetzung der Stationen wird zunehmend zur Herausforderung. Mitunter gelingt es nur knapp, die Wache mit ausreichend Personal zu besetzen, wie die shz berichtet. Stellvertretende Vorsitzende der Flensburger DLRG Lisa Bombe äußert sich besorgt über die Situation: „Wir haben Probleme, Nachwuchs zu rekrutieren.“ Im schlechtesten Fall könnte eine Wache trotz schönen Wetters und vieler Badegäste ausnahmsweise auch einmal unbesetzt bleiben.
Feste Wachzeiten in Haupt- und Nebensaison
Die genauen Details der Strandbewachung sind in einem Vertrag zwischen der Stadt und der DLRG geregelt. In der Hauptsaison während der Sommerferien sind die Stationen in Solitüde und am Ostseebad täglich von 10 bis 18 Uhr besetzt. Das Gleiche gilt für die Strände in Langballigau und Westerholz, die ebenfalls von der Flensburger DLRG betreut werden. In der Nebensaison, die von Mitte Juni bis Ende August außerhalb der Ferien liegt, leisten die Retter den Wachdienst von Freitag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr.
Mindestanforderungen für den Wachdienst
Damit eine Wache überhaupt öffnen darf, müssen mindestens drei Personen vor Ort sein. Das Team besteht im Idealfall aus einem Wachleiter mit einem Mindestalter von 18 Jahren und zwei Rettungsschwimmern, den sogenannten Wachgängern. Letztere müssen mindestens 16 Jahre alt sein und das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber sowie einen Erste-Hilfe-Schein vorweisen können. Beide Bescheinigungen dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. Im Idealfall bringen die Retter zusätzlich eine Sanitätsausbildung mit. Stehen an einem Tag weniger als drei qualifizierte Einsatzkräfte bereit, bleibt die Wache aus Sicherheitsgründen offiziell geschlossen.
Einstiegsmöglichkeiten für jüngere Helfer
Neben den voll ausgebildeten Kräften setzt die DLRG auch auf jüngere Unterstützung. Wachhelfer können bereits ab zwölf Jahren einsteigen, sofern sie das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze besitzen. „Wer nicht alle Voraussetzungen erfüllt, aber trotzdem Lust hat, mit uns den Strand sicherer zu machen, darf sich natürlich gerne melden“, sagt Lisa Bombe. Zudem gibt es die Möglichkeit, bei einem Wachpraktikum unverbindlich in den Alltag auf den Stationen hineinzuschnuppern. Die einzigen Bedingungen dafür sind Spaß am Wasser, Freude am Schwimmen und Lust, die Freizeit am Strand zu verbringen.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.