Logistischer Kraftakt: Mobile Klassenräume von Amrum nach Föhr verlegt
Fünf Containerbauten, die drei Jahre lang als provisorische Klassenräume auf Amrum dienten, sind per Schiff nach Föhr transportiert worden. Dort sollen sie die Raumnot an einer Grundschule lindern.
Klassenwechsel per Schiff. Hauptsache, die Tafel wird bei Seegang nicht seekrank.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Fünf mobile Klassenräume sind per Schiff von Amrum nach Föhr umgezogen. Die Container dienten über drei Jahre lang als Provisorium für den Unterricht an der Öömrang Skuul in Nebel. Nun sollen sie die Raumnot an der Grundschule Föhr-Land in Midlum lindern. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten an der Amrumer Schule sind nahezu abgeschlossen, wie die shz berichtet. Zwar sind noch einige Aufräumarbeiten im Gebäude und auf den Außenflächen notwendig, doch pünktlich zum Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien können die neu gestalteten Klassenräume und Lehrerzimmer am 10. August bezogen werden. Zuvor dienten drei der fünf großen Containerbauten als Provisorien für Klassenräume, während die anderen als Küchen- und Sanitärcontainer genutzt wurden.
Bedarf an der Grundschule Föhr-Land
Die Container wurden inzwischen abgebaut, abtransportiert und auf die Nachbarinsel Föhr gebracht. Dort werden sie an der Grundschule Föhr-Land in Midlum benötigt, die ebenfalls einen hohen Sanierungs- und Erweiterungsbedarf hat – vor allem im Hinblick auf die offene Ganztagsschule. In Midlum werden die neuen provisorischen Räumlichkeiten bereits sehnsüchtig erwartet, da die Raumnot groß ist. Einziger Wermutstropfen bleibt die Gestaltung: „Wir dürfen die Container leider von außen nicht bemalen“, bedauert Schulleiter Michael Oldigs, der nun immerhin ein Platzproblem weniger hat.
Spektakulärer Transport per Fähre
Der Abtransport der Container auf Amrum gestaltete sich spektakulär. Mit eigens dafür vorgesehenen und mit Kränen ausgestatteten Lkw wurden die mobilen Klassenräume per Fähre nach Wyk transportiert. Die Aktion war dem NDR sogar einen Bericht auf „NDR 1 Welle Nord“ wert. Nun kann der Pausenhof der Öömrang Skuul wieder seinem eigentlichen Zweck dienen – hoffentlich nach einer weiteren Verschönerung der Außenanlage. In einem anderen Beitrag über eine NDR-Talkshow wird zudem Föhrer Musiker Mattis Brodersen mit den Worten „Keine Ahnung, was ich geredet habe“ zitiert.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.