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Kampf gegen den Wildmüll im Landkreis Cuxhaven

Jens Klein räumt im Landkreis Cuxhaven täglich illegal entsorgten Müll weg. Die Beseitigung der wilden Deponien belastet zunehmend die Allgemeinheit.

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Im Landkreis Cuxhaven sind täglich Mitarbeiter im Einsatz, um illegal entsorgten Müll aus der Natur zu entfernen. Die Bandbreite des weggeworfenen Abfalls reicht von Hausmüll über Autoreifen bis hin zu gesundheitsgefährdendem Bauschutt. Die Kosten für die aufwendige Entsorgung trägt letztlich die Allgemeinheit.
Täglich ist Landkreis-Mitarbeiter Jens Klein mit seinem allradbetriebenen Transporter im Außendienst unterwegs, um wilde Müllkippen zu beseitigen. Die Fundorte im Gelände werden von Bürgerinnen und Bürgern telefonisch, per E-Mail oder über digitale Portale gemeldet, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Allradantrieb ist für meinen Transporter unerlässlich“, sagt er. Die Bandbreite der illegal entsorgten Gegenstände ist groß und reicht von Hausmüll über Altölkanister bis hin zu Elektroschrott. „Ich habe schon Waschmaschinen, ganze Küchen oder Kinderzimmer entsorgt“, berichtet Jens Klein. Auch von Tierkadavern in Plastiktüten berichtet der gestandene Mann an einem Nachmittag im Juli.

Reifen, Scherben und gefährlicher Bauschutt im Wald

Ein gemeldeter Einsatzort führt den 45-Jährigen aus Hemmoor in den Wehdener Wald. „Heute kann man sich über das Wetter nicht beschweren“, sagt der 45-Jährige bei Sonnenschein. Vor Ort liegen zwischen Brennnesseln und Brombeerranken zahlreiche Reifen, Motorradteile, Umzugskartons sowie ein zerborstenes Fenster. „Was für eine Schweinerei“, ist sein einziger Kommentar. Beim Einsammeln sucht er gezielt nach Hinweisen auf den Verursacher, wie Briefumschlägen oder Paketaufklebern. „Manchmal haben wir Glück“, erklärt er. Besonders bei Glasscherben arbeitet er sorgfältig: „Das ist eine Gefahr für Wildtiere und Spaziergänger. Außerdem kann durch die Sonneneinstrahlung ein Brand entstehen.“

Hohe Kosten für die Allgemeinheit

Ein weiterer Fundort in Drangstedt zeigt eine alte, mit Mineralwolle gedämmte Reetputzdecke, die zwischen Kiefern abgeladen wurde. „Da hat jemand eine alte Deckenverkleidung abgerissen“, sagt Klein. Er versteht nicht, warum der Abfall im Wald landet: „Es gibt Recyclinghöfe. Dies zu entsorgen, hätte 70 bis 80 Euro gekostet. Jetzt steigen die Kosten in den vierstelligen Bereich.“ Da das gesundheitsschädliche Material zu umfangreich für seinen Transporter ist, muss es vorerst liegen bleiben. „Ich werde wohl eine Fremdfirma mit ins Boot holen müssen“, sagt Klein. Eine vorbeikommende Spaziergängerin fragt angesichts des Mülls: „Ist das nicht eine Sauerei?“
Nach einem weiteren Stopp an einer Bahnlinie bei Neumühlen, wo Fliesenschutt liegt, füllt sich die Ladefläche des Transporters. Seit Januar erhält der Landkreis-Mitarbeiter Unterstützung durch einen weiteren Kollegen. Dennoch bleibt die Arbeit bei den enormen Müllmengen im großen Landkreis zeitaufwendig. „Da dauert es manchmal länger, bis der Müll beseitigt ist“, bedauert der Landkreis-Mitarbeiter. Am Ende des Tages zieht er Bilanz: „Das war heute noch ein vergleichsweise ruhiger Tag“.
Funde von Wildmüll meldet man am besten über die Abfall-App des Landkreises Cuxhaven. Hier finden sich auch weiterführende Informationen über die Standorte von Entsorgungseinrichtungen und die richtigen Entsorgungswege. Für die Sperrmüll-Abholung ist die Firma Nehlsen im Auftrag des Landkreis Cuxhaven zuständig.

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05.09., 04:12 Uhr