Bürgerbeteiligung in Tornesch: Zukunft einer zentralen Wiesenfläche steht zur Diskussion
Die Stadt Tornesch ruft ihre Bürger dazu auf, Ideen für die Gestaltung einer Freifläche am Wohnquartier „Tornesch am See“ einzureichen. Dabei soll zwischen Freizeitnutzung und Naturschutz abgewogen werden.
Erstmal schnacken, was auf die Wiese soll. Hauptsache, der Rasenmäher bleibt im Schuppen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Stadt Tornesch hat eine öffentliche Diskussion über die zukünftige Gestaltung einer Wiesenfläche zwischen dem Mehrgenerationenplatz und dem Wohnquartier „Tornesch am See“ gestartet. Die Bevölkerung ist dazu aufgerufen, eigene Ideen und Vorschläge für das Areal einzubringen. Dabei steht die Entscheidung zwischen einer Freizeitnutzung und dem Erhalt als naturnaher Rückzugsort im Raum. Bürgermeister Christopher Radon (CDU) ruft zur Bürgerbeteiligung auf, um Ideen für die weitläufige Wiesenfläche zu sammeln, wie die shz berichtet. Die Fläche hat sich in den vergangenen Monaten zu einem Naturraum mitten in der Stadt entwickelt, der Insekten und Vögeln als Rückzugsort dient, aber auch den Menschen offensteht. Diese Offenheit unweit des Wohnquartiers war von Anfang an beabsichtigt. In einem Beitrag auf der Instagram-Seite der Stadt erklärt Radon, dass die Fläche bei der Planung von „Tornesch am See“ bewusst freigelassen wurde.
Entscheidung im Alltag
„Denn wir wissen ja gar nicht, was ihr wollt“, sagt Radon. Ob die Bürger dort künftig Fußball spielen, picknicken oder die Fläche ganz anders nutzen möchten, solle sich erst im Alltag zeigen. „Wir werden also in den kommenden Jahren sehen, wie diese Fläche von euch genutzt wird, und können dann ganz bewusst das ausgestalten, was ihr euch wünscht“, so der Bürgermeister weiter. Gleichzeitig teilt Radon mit, dass die Gestaltung des Umfelds am Lüttensee inzwischen abgeschlossen ist.
Freizeit oder Naturschutz
Mit der Initiative eröffnet die Stadt eine Diskussion über die Gestaltung von Freiräumen, ohne deren Qualität vorschnell festzulegen. Während sich viele Menschen mehr Möglichkeiten für Freizeit, Sport und Begegnungen wünschen, gewinnen naturnahe Grünflächen in Zeiten des Artenrückgangs und zunehmender Hitzebelastung in Städten an Bedeutung. Die mehrere Quadratmeter große Grünfläche könnte daher in ihrem heutigen Zustand erhalten oder behutsam weiterentwickelt werden, je nach den geäußerten Bedürfnissen der Bürger.Anregungen und Wünsche nimmt Bürgermeister Christopher Radon per E-Mail an christopher.radon@tornesch.de entgegen.
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