Schulschiff „Großherzogin Elisabeth“ begegnet historischer Vorgängerin in Dünkirchen
Die Besatzung der heutigen „Lissi“ hat im französischen Dünkirchen das einstige Schwesterschiff und erste Schulschiff des Vereins, die heutige „Duchesse Anne“, besucht. Neben einem festlichen Empfang wurde dabei auch ein historisches Foto nachgestellt.
Zwei alte Ladys beim Kaffeeklatsch im Hafen – das nenne ich mal ein ordentliches Klassentreffen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das deutsche Schulschiff „Großherzogin Elisabeth“ ist zu einer geschichtsträchtigen Begegnung in die französische Hafenstadt Dunkerque gesegelt. Im dortigen Museumshafen traf die heutige „Lissi“ auf ihre historische Vorgängerin, die heutige „Duchesse Anne“. Das Treffen stieß bei zahlreichen Schaulustigen und Vertretern der Stadt auf großes Interesse. Die ursprüngliche „Großherzogin Elisabeth“ lief im Jahr 1901 als erstes von insgesamt fünf deutschen Segelschulschiffen in Geestemünde bei der Werft Joh. C. Tecklenborg vom Stapel. Zuvor war im Jahr 1900 in Oldenburg der Deutsche Schulschiff-Verein gegründet worden, um dem Mangel an gut ausgebildeten nautischen Offizieren für die rasant wachsende deutsche Handelsflotte zu begegnen. Heimathafen aller fünf Schulschiffe war Elsfleth. An Bord wurden jeweils zwischen 150 und 200 Kadetten im Alter von 14 bis 16 Jahren in der traditionellen Seemannschaft ausgebildet. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging das Schiff im Jahr 1946 im Zuge von Reparationsleistungen an Frankreich über, erhielt den Namen „Duchesse Anne“ und dient heute als bedeutendes Museumsschiff. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, liegt das Schiff im Museumshafen von Dünkirchen.
Großes Interesse bei der Ankunft in Frankreich
Bei der Einfahrt in den Hafen wurde die heutige „Lissi“ von zahlreichen Schaulustigen am Kai begrüßt. Anwesend waren neben dem Bürgermeister der Stadt auch Museumsdirektor und Chefkonservator Dorian Dallongeville sowie eine Abordnung der Restauratoren der „Duchesse Anne“, die nach einer rund 30-monatigen Restaurierung erst kürzlich wieder der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Ermöglicht wurde die Begegnung durch eine kurzfristig organisierte Zusammenarbeit zwischen dem Büro der „Lissi“ und dem Maritimen Museum Dünkirchen. Die Besatzungen besuchten sich gegenseitig an Bord, und der Crew der „Lissi“ wurde eine exklusive Führung auf der „Duchesse Anne“ geboten, gefolgt von einem Empfang im Museum.
Besiegelung einer Freundschaft
„Dieser Tag war ein geschichtsträchtiger“, waren sich Kapitän Tobias Gebhard und Museumsdirektor Dorian Dallongeville einig. Beide besiegelten stellvertretend die zukünftige Freundschaft zwischen den beiden Schiffen sowie die Zusammenarbeit zwischen dem Schulschiffverein und dem Maritimen Museum Dünkirchen. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte der Schulschiffverein der „Lissi“ dem Museum ein Gemälde der historischen „Großherzogin Elisabeth“. Zum Abschluss stellte die Besatzung der heutigen „Lissi“ gemeinsam mit den französischen Gastgebern ein historisches Mannschaftsfoto aus dem Jahr 1920 originalgetreu nach. „Das war ein Moment, der die enge Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll zum Ausdruck brachte“, heißt es vom Schulschiffverein. Nach dem Aufenthalt in Dünkirchen nahm die „Großherzogin Elisabeth“ Kurs auf Antwerpen, wo Teile der Crew gewechselt wurden, bevor das Schiff zum „Tall Ships Race 2026“ nach Stavanger in Norwegen aufbrach.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.