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Revival im Herrenkoog: Junge Nordfriesin belebt traditionsreichen Triathlon wieder

Nach fast zehn Jahren Pause kehrt der traditionsreiche Triathlon in den Herrenkoog zurück. Die 19-jährige Leni Brodersen lässt das sportliche Event unter neuem Namen wieder aufleben.

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Schwimmen, Radeln, Laufen – und danach ordentlich feiern. So mutt dat im Norden. — Rocky, Chefkolumnist
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Der traditionsreiche Triathlon im nordfriesischen Herrenkoog kehrt nach fast zehn Jahren Pause zurück. Die Tochter des früheren Veranstalters belebt das sportliche Event unter dem neuen Namen „Koog Kollektiv“ wieder. Ende Juli soll der Wettkampf, der einst bis zu 1100 Teilnehmer anzog, erneut an den Start gehen.
Nun lässt die 19-jährige Leni Brodersen den Triathlon wieder aufleben. Sie war knapp zehn, als auf dem elterlichen Hof die letzten Sieger aufs Treppchen stiegen, beim „Stäljmun“, der friesischen Version des „Ironman“. Als die Sportler ein letztes Mal den See vor dem Haus durchquerten, auf die Rennräder stiegen und nach 5 km Laufen die Ziellinie querten, da war Leni Brodersen noch nicht geboren. Inzwischen ist sie 19, hat ihr Abi gemacht und will studieren, Eventmanagerin werden.
Im Jahr 1991 hatte ihr Vater Peter Brodersen den „Stäljmun“ ins Leben gerufen. „Wir hatten gewettet: Wer ist fitter? Hand-, Fuß- oder Volleyballer?“, erzählt er von den Anfängen, wie die shz berichtet. Damals stiegen 19 Teilnehmer in das Bredstedter Schwimmbad, fuhren Rad Richtung Herrenkoog, wo die Laufstrecke begann. „Die meisten haben sich irgendwo verlaufen“, weiß Unternehmer Peter Brodersen noch, „wir hatten ja keine Strecken ausgeschildert“. Aus den 19 wurden 39 Sportler, dann über 100, Anfang der 2000er-Jahre sagenhafte 1100 Starter. „Dann hat sich der Hamburg-Triathlon unseren Termin gegriffen“, so Peter Brodersen. Der „Stäljmun“ wich aus, hatte Pech mit dem Wetter, die Teilnehmerzahlen sanken.

Das Ende einer Ära und der Neuanfang

Ebenso legendär wie der Wettkampf war die „vierte Disziplin“, die Party danach, erinnert sich die ganze Familie. „Die war definitiv Teil der Erfolgsgeschichte.“ Die Feier und das Chaos am Folgetag sorgten aber auch mit für das Ende des „Stäljmun“. „Das erträgst du nicht, mit dem Älterwerden“, gesteht der knapp 64-jährige Peter Brodersen. Als 2016 die letzte Runde eingeläutet wurde, da waren die Hardcore-Fans „traurig, aber verständnisvoll“, sagt er. Die Erinnerung lebte weiter: Bei zufälligen Treffs oder auf Partys, das „Weißt-du-noch“ blieb ein Teil des Lebens für Peter Brodersen. Und immer schwang ein bisschen Wehmut mit. Im Jahr 2025 organisierte Leni Brodersen einen Wettkampf mit Freunden. Erfolgreich. Unter dem Namen „Koog Kollektiv“ belebt die 19-Jährige die Tradition jetzt neu. Warum nicht mehr „Stäljmun“? „Es ist eben nicht dasselbe“, so Veranstalterin Leni Brodersen.

Große Vorfreude in der Community

Kaum steht der Termin, da quillt das elektronische Postfach über: „Welche Freude zu hören, es gibt ein Revival!“, heißt es da. Oder: „Als Teilnehmer der 90er-Jahre würde ich so gerne noch einmal die alte Runde drehen.“ Aber auch an den Sportlern von damals ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. „Ich kann nur noch schwimmen und Rad fahren. Ich werde die Laufstrecke gehen“, hat Lenis Mutter Olga neulich gehört. „Gänsehaut“ meldet „Festus“ Björn Nahnsen. Er hat seinen ersten Triathlon am Brodersen-Hof gemacht, seine Frau hier kennengelernt. Inzwischen veranstaltet er selbst den Hallig- und den Afterwork-Triathlon. Ehrensache, dass er jetzt sein Equipment zur Verfügung stellt: Absperrungen, Rad-Wechselzone, Bojen.

Details zum Neustart im Herrenkoog

Ende Juli geht es im Herrenkoog also wieder um den fittesten „Eisenmann“, die fitteste „Eisenfrau“. Mit einer zweiten, einer „Revival-Wertung“, soll dazu das alte „Stäljmun“-Gefühl heraufbeschworen werden: „Werft euch auf eure alten Rennräder und in eure Outfits“, heißt es in der Ausschreibung. Ob es beim einmaligen Wiederaufleben des Triathlons bleibt oder ob eine neue Legende entsteht, wird sich zeigen. Leni Brodersen will abwarten. Informationen gibt es unter koogkollektiv@gmail.com. Anmeldungen für den Triathlon am Samstag, 25. Juli sind unter my.racerresult.com/402235/registration möglich. Das Startgeld beträgt 42 Euro für die Teamwertung und 30 Euro für Einzelstarter.

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