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Rekordjahr in Sievern: Störche bauen eigenwillige Zweitwohnungen

Im Storchendorf Sievern gibt es in diesem Jahr einen historischen Rekord bei den Jungstörchen. Gleichzeitig sorgen die Alttiere mit dem Bau neuer Nester auf Nachbarschornsteinen für Trubel.

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Ein Zweitwohnsitz auf dem Schornstein? Die Herrschaften haben wohl zu viel Kleingeld. — Rocky, Chefkolumnist
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In diesem Jahr sind im Storchendorf Sievern so viele Jungstörche wie noch nie erfolgreich aufgezogen worden. Bedingt durch ein gutes Nahrungsangebot sind in 22 Nestern insgesamt 59 junge Störche flügge geworden. Da der Nachwuchs fast flügge ist, beginnen die Alttiere nun mit dem Bau eines neuen Nests in der Nachbarschaft.

Neben dem reichhaltigen Nahrungsangebot wirkten sich auch andere Faktoren positiv auf die Population aus, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Das rechtzeitige Bestellen der Äcker durch die Landwirte im Frühjahr sowie das anschließende Mähen der Weideflächen boten den Tieren optimale Bedingungen.

Konflikt um neuen Schornstein-Nistplatz

Die Alttiere der fast flüggen Jungstörche haben inzwischen damit begonnen, ein neues Nest auf einem Schornstein in der Nachbarschaft zu errichten. Dies geschieht sehr zum Leidwesen der betroffenen Besitzer. Obwohl das eingetragene Nestmaterial bereits mehrfach entfernt wurde, lassen sich die Störche nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Solche Konstruktionen werden in der Fachsprache als „Spielnester“ bezeichnet.

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05.09., 04:12 Uhr