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Lübeck und Travemünde erfolgreich als nachhaltige Reiseziele rezertifiziert

Die beiden Ostsee-Destinationen haben die turnusmäßige Prüfung ihres Nachhaltigkeitsmanagements bestanden. Das offizielle Gütesiegel wurde für weitere drei Jahre bestätigt.

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Nachhaltig reisen? Hauptsache, der Wind weht von vorn und das Fischbrötchen schmeckt. — Rocky, Chefkolumnist
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Lübeck und Travemünde dürfen sich weiterhin offiziell „Nachhaltiges Reiseziel“ nennen. Drei Jahre nach der Erstzertifizierung haben die beiden Destinationen die turnusmäßige Rezertifizierung erfolgreich durchlaufen. Unabhängige Auditoren bestätigten das nachhaltige Engagement der Tourismusorte an der Lübecker Bucht.
Die unabhängigen Auditoren prüften das Nachhaltigkeitsmanagement und sprachen eine klare Empfehlung zur erneuten Zertifizierung aus. Sie bestätigen damit die kontinuierliche Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsoffensive, die 2022 von der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) gemeinsam mit dem Dehoga und dem Lübeck-Management ins Leben gerufen worden war, wie die shz berichtet. „Ein nachhaltiges Reiseziel zu sein, ist ein Gemeinschaftswerk“, sagte LTM-Sprecherin Doris Schütz.
Wie das konkret in der Praxis aussieht, zeigt die Bandbreite der Ideen, die Teil von Lübecks Nachhaltigkeitsstrategie sind: vom Insektenhotel aus Müll im Holiday-Inn-Hotel über das smarte Hafenmanagement der „Newport Marina“ und solarbetriebene E-Bike-Ladesäulen des Kurbetriebs Travemünde bis hin zu barrierefreien Führungen der Lübecker Stadtführer. Unterm Strich wird die Strategie von 28 Betrieben und Institutionen aus Hotellerie, Gastronomie, Kultur, Freizeit, Veranstaltungen und Gästeservice unterstützt. Zur Orientierung dienen dabei die globalen Ziele der Vereinten Nationen. Das bedeutet: Lübeck setzt sich für eine saubere Umwelt, faire Bedingungen und ein gutes Miteinander ein, damit es auch für kommende Generationen lebenswert bleibt. Auch das Engagement als Fairtrade-Stadt – 2025 als „Hauptstadt des Fairen Handels“ ausgezeichnet – zahle auf diesen Anspruch ein, hieß es weiter.

Strategische Verankerung im Tourismus

Lübeck und Travemünde attestierten die Auditoren insofern ein „belastbares und glaubwürdiges Nachhaltigkeitsmanagement“. Besonders hervorgehoben wurde zum einen die strategische Verankerung von Nachhaltigkeit im Tourismus-Entwicklungskonzept Lübeck und Travemünde 2030, das gemeinsam mit der örtlichen Tourismus-Branche, der Stadtverwaltung und engagierten Bürgern erarbeitet wurde, und zum anderen die enge Zusammenarbeit mit den touristischen Leistungsträgern.
„Die erfolgreiche Rezertifizierung ist für uns weit mehr als eine Auszeichnung. Sie zeigt, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit Schritt für Schritt in der touristischen Praxis verankern“, sagte LTM-Geschäftsführer Christian Martin Lukas. Es sei Anspruch, Lübeck und Travemünde als lebenswerte Reiseziele weiterzuentwickeln – für Gäste ebenso wie für die Menschen, die hier leben und arbeiten.

Langfristige Strategie statt kurzfristiger Effekte

Auch der Aufsichtsrat der LTM wertet die Rezertifizierung als wichtiges Signal für die strategische Ausrichtung der Destination. „Das Ergebnis bestätigt, dass Lübeck und Travemünde im Rahmen der Tourismus-Entwicklung nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf eine verlässliche, langfristig angelegte Strategie setzen“, sagte LTM-Aufsichtsratsvorsitzende Klaus Puschaddel. Für eine Destination, die zugleich Unesco-Welterbe und beliebtes Reiseziel ist, sei verantwortungsvoller Tourismus keine Kür, sondern Voraussetzung dafür, „dass Lübeck und Travemünde auch für kommende Generationen attraktiv und lebenswert bleiben“, so Puschaddel. Dass dieser Weg von einem so breiten Netzwerk getragen wird, sei „ein Pfund, um das uns andere Destinationen beneiden dürften“.

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